Friday The 13th (Sean S. Cunningham, USA 1980)

Posted by – 31. August 2014

Freitag der 13.Freddy Kruger, Michael Myers, Jed Sawyer alias Letherface: alle kult. Und auch Jason Voorhees hat es irgendwie geschafft, in die Gruppe der legendären Filmkiller aufgenommen zu werden. Dabei spielt er im ersten Teil seiner eigenen Reihe noch nicht einmal mit. Und auch in der ersten Fortsetzung ist er noch nicht der, für den ihn seine Fans lieben. Ich habe schon seit einiger Zeit Lust, mir die Filme der „Friday The 13th“-Reihe und die Entwicklung seines „Helden“ genauer bzw. überhaupt mal anzusehen. Nur vom ersten Teil kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich ihn kenne. Über ihn habe ich 2009 mal was geschrieben (–> KLICK). Die anderen Teile bilden in meinem Kopf einen undefinierbaren Brei.

Nach dieser erneuten Begegnung mit „Friday The 13th“ kann ich schon mal sagen: er hat mir ein gutes Stück besser gefallen als 2009. (Dass ich ihn „Unglückswerk“, „reizlosen Film“, künstlerisch belanglos und „langweilig“ genannt habe, ist mir fast ein bisschen peinlich.) Der erste Teil ist interessanterweise derjenige, mit dem ich keine Jugenderinnerungen verbinde. Ein paar von den Teilen, in denen Jason der eishockeybemaskete Killer ist, habe ich schon zu meiner Schulzeit, in einem zarten Altern in dem man solche Filme vermutlich noch nicht sehen sollte, zu Gesicht bekommen. Ich erinnere mich noch, wie ein älterer Junge den Film aus dem Bus herausgereicht hat. Dazu musste ich immer morgens wenn es noch dunkel war zur Bushaltestelle, wo ich wartete und hoffte, dass er wieder einen Film für mich dabei hatte. Jedenfalls, den ersten Teil habe ich erst wesentlich später gesehen und ich weiß noch, dass ich mehr als nur ein bisschen enttäuscht war, dass er mit der späteren Reihe so wenig zu tun hatte.

Auch wenn ihm der leicht verruchte, nihilistische Charme seiner schmuddeligen Nachfolger etwas abgeht, halte ich heute „Friday The 13th“ für einen Film, der zu Recht zu den Klassikern des Genres gerechnet werden kann. Die Story um ein paar Junge Leute, die in einem Camp am See von einem Unbekannten niedergemetzelt werden, verdient zwar keinen Preis und auch handwerklich konnte ich keine wirklichen Innovationen ausmachen. Aber in Sachen Atmosphäre hat Cunninghams Film, der immer wieder durch die feine subjektive Kamera oder tolle Shots aus schrägen Perspektiven positiv heraussticht, einiges zu bieten. Und auch farbdramaturgisch gibt es tolle Momente: diese bunten Regenmäntel, die die Figuren in der regnerischen Nacht tragen, haben es mir auch diesmal wieder angetan. Einen Großteil des Films sind sie einfach helle, bunte Punkte in der endlosen Finsternis, Irrlichter, die durchs Camp am Crystal Lake huschen, die, ohne es zu wissen, eigentlich schon tot sind. Passend dazu: Die Musik von Harry Manfredini, die  zwischen nervig und genial schwankt und in ihren besten Momenten richtiges Giallo-Feeling aufkommen lässt.

2009 schrieb ich über den Film: „Was zwischen den Morden passiert, ist so schrecklich banal. Das Drehbuch bleibt vor allem wegen seiner platten Dialoge in Erinnerung.“ Das sehe ich inzwischen anders. Besonders der ruhige Anfang und das Geplänkel zwischen den Figuren kam mir diesmal sehr locker und mit leichter Hand inszeniert, mitunter sogar improvisiert vor. Die Szene mit der Schlange im Zimmer, die ich in dem Filmstarts-Text für den unfreiwilligen Humor des Films herausstellte, fand ich diesmal richtig toll. Betsy Palmer betitelte das Drehbuch als einen Haufen Scheiße, machte aber trotzdem mit, weil sie ein neues Auto brauchte. So ist das wahrscheinlich oft im Leben, man weiß erst später, wofür es eigentlich gut war. Auch Cunningham hat sich wohl nicht gedacht, dass er mit „Friday The 13th“ den Auftakt zu einer der erfolgreichsten Horrorreihen ins Leben rufen würden. Und auch ich hätte mir bei meiner Erstbegegnung mit dem Film nicht vorstellen können, dass ich ihn von mal zu mal besser und mittlerweile gar nicht mal so übel finden würde.

Bild © Paramount Home Entertainment

Final Destination 3 (James Wong, USA 2006)

Posted by – 29. August 2014

final destination 3Anscheinend  hat mich die Todessehnsucht doch wieder überkommen. Denn trotz der angekündigten  „Final Destination“-Pause hab ich mir jetzt doch den dritten Teil angesehen. Schlecht ist auch der nicht. An seinen großen Wurf aus dem Jahr 2000 reicht James Wong, der wieder auf dem Regiestuhl Platz genommen hat, trotzdem nicht heran.

Auch im dritten Teil dreht sich das Todeskarussell weiter, diesmal ganz wörtlich, denn der Film beginnt auf einem Jahrmarkt. Dort wollen eine Gruppe Teens Achterbahn fahren, doch als Wendy (Mary Elizabeth Winstead) eine Vision von einem Unfall hat und durchdreht, werden sie und ein paar ihrer Freunde von Sicherheitsleuten aus der Achterbahn entfernt. Zum Glück, wie ich herausstellt. Denn der Unfall, den Wendy vorausgesehen hat, passiert wirklich. Ob wirklich Glück? Das ist hier die Frage, denn der Tod lässt sich nicht so leicht austricksen.

Was folgt ist das altbekannte Muster. Die Überlebenden sterben – und das auf grausam skurrile Weise. Mir angetan hat es besonders das besonders fiese Ableben zweier Tussen im Solarium („Dude, are we like the only cool people that come here or what?“), die, auch wenn das jetzt gar nicht so klingt, mir die liebsten Figuren im Film waren. Schade, dass sie gleich die ersten sind, die dran glauben müssen. Aber auch die anderen Figuren des Films haben mir eigentlich ganz gut gefallen. „The people in this movie are some of the stupidest people in the history of movies“, findet Richard Roeper von der  Chicago Sun-Times. Ich hab sie zumindest als die witzigsten der „Final Desitnation“-Reihe empfunden. Es gibt so viele schöne kleine Gags in den Dialogen zwischen ihnen, aber auch mal echtes Gefühl, z.B. bei der kurzen Umarmung zwischen Wendy und Kevin (Ryan Merriman). Das hat mir fast mehr Spaß gemacht als das handelsübliche Gemetzel (welches einfallsreich und brutal wie nie  auch nicht ohne ist).

Das Problem, dass nach Teil eins eigentlich alles erzählt war, macht die zweite Fortsetzung zur Tugend: Hier wird gar nicht erst versucht, eine Geschichte zu erzählen. Im dritten Teil hat das Sterben  eine neue, abstrakte Dimension erreicht.

Persönliches Fazit: Wenn der Teufel ein Eichhörnchen ist, dann ist der Tod eine Tube Mayonnaise.

Bild © Warner Home Video
 

The Impossible (Juan Antonio Bayona, Spanien 2012)

Posted by – 28. August 2014

the impossibleWenn ich über „The Impossible“ lese, es sei ein „ einseitig inszeniertes Katastrophen-Drama“ regt sich Widerspruch. Auch die Worte „Schmonzette“ oder „Exploitation“, die ich nach einem kurzen Streifzug durchs Netz aufgeschnappt habe, kann ich nur schwer mit dem Film in Zusammenhang bringen. Aber man muss wohl damit leben, dass andere Menschen durch ganz andere Brillen Filme schauen, in diesem Fall auf Juan Antonio Bayonas Katastrophen-Drama über den Tsunami, der am 26. Dezember 2004 viele Küsten Südostasiens verwüstete und über 250 000 Menschen das Leben kostete. Mich hat der formal beeindruckende, inhaltlich sehr sensible und meiner Meinung nach vielschichtige Film sehr mitgenommen. Schon der Titel weist auf verschiedene Bedeutungsebenen des Films hin. „The Impossible“, könnte auf die Unmöglichkeit anspielen, Geschehnisse wie das Seebeben und den darauf folgenden Tsunami überhaupt in eine Geschichte zu pressen. Es könnte aber auch sein, dass Bayona hier bewusst auf das so unwahrscheinliche Happy End anspielt. Oder, negativ formuliert, könnte der Titel herausstellen, wie wenig Kontrolle der Mensch über Katastrophen wie diese gezeigte hat. Er ist wie ein Stück Treibgut im reißenden Strom der Ereignisse.

Ich will zur Abwechslung mal nicht schreiben, warum ich den Film mochte. Ich will kurz ausführen, welche Kritikpunkte am Film ich inhaltlich falsch und unangemessen finde. Eine Kritik, die mich besonders aufregt ist eine aus der Wochenzeitung „Die Zeit“. Wie der Rezensent Andreas Schneider dort schreibt, „hat der Regisseur alles falsch gemacht“, und „nur Naomi Watts und Ewan McGregor überzeugen“ und ach ja, gegen die Spezialeffekte „kein Wort“, denn die „Tricktechniker, die aus einem 45-Millionen-Dollar-Budget schöpften, beweisen ihr Handwerk und geben das Desaster in großer Wucht wieder“, aber ansonsten: alles falsch. Was denn nun eigentlich? Schneider meint, der Film sei „ein Ärgernis angesichts der realen Tragik“, weil – und hier folgt er Michael Haneke, auf den er sich explizit bezieht – es irgendwie nicht gut sei „Schreckliches aus der Historie in Unterhaltung zu verpacken“, wie das Bayonas Film seiner Meinung nach tut „Unangenehm ergötzt sich der Film an dem Desaster. Es ist der reinste Katastrophen-Porno“. Und dann noch gleich der nächste Kritikpunkt hinterher, nämlich „wie wenig sich der Film um das Schicksal der Thailänder schert.“

Wenn man ernst genommen werden will, sollte man vorsichtig sein mit pauschalen Urteilen. Ich bin trotzdem kurz davor zu sagen, nicht der Regisseur – sondern der Rezensent dieses Zeit-Artikels hat alles falsch gemacht. Vielleicht sollte ich zu Beginn noch erwähnen, dass ich mich persönlich beleidigt fühle. Der „Katastrophen-Porno“, der es sogar in die Überschrift der Zeit-Rezension geschafft hat („Ein Drama als Katastrophen-Porno“) wertet meine durch den Film hervorgerufenen Gefühle – Mitleid, Trauer, Entsetzen, Wut, aber auch den Genuss durch die gedankliche Auseinandersetzung mit ihm – auf die Qualität eines billigen Orgasmus ab. Aber auch unabhängig davon kann ich an ein paar Punkten deutlich machen, warum die Kritik ins Leere geht. Beispielsweise, weil die Dinge zurecht gebogen werden, wie es gerade passt. Was der Rezensent etwa als „zynischen Running Gag“ bezeichnet, nämlich dass die auseinandergerissene Familie sich mehrmals um Haaresbreite verpasst, ist das Finale des Films. Das Wort „Running Gag“ mit dem Adjektiv „zynisch“, vermittelt den Eindruck, der Regisseur würde sich den Film lang einen Spaß daraus machen, die gepeinigten Figuren aneinander vorbeirennen zu lassen. (Zynisch ist da eher die Sicht des Rezensenten auf die Figuren: „Wenn sich diese Menschen im Katastrophengebiet nicht finden, dann treffen sie halt zu Hause beim Frühstück wieder aufeinander.“) Aber auch sonst ist die Rezension nicht besonders nah am Film. Es wird zum Beispiel moniert, „wie wenig sich der Film um das Schicksal der Thailänder schert“. Diagnose: westlicher „Tunnelblick“. Richtig ist: Die (an eine in Wirklichkeit spanische Familie angelehnten) Protagonisten sind Europäer. Entscheidet man sich dafür, die Hauptfiguren zu Europäern zu machen, bedeutet das nicht automatisch Eurozentrismus, genauso wenig wie thailändische Protagonisten einen „asiatischen Tunnelblick“ bedeuten würden. Abgesehen davon spielen viele Thailänder mit, und ihr Leid wird auch nicht ausgespart, im Gegenteil. Aber dazu gleich noch zwei Sätze mehr. Man kann in einem Film nicht alles erzählen, es müssen Entscheidungen getroffen werden, das ist das Grundprinzip des Geschichtenerzählens. „Das Erdbeben im Indischen Ozean löste eine Flutwelle aus, die mehr als eine Viertelmillion Menschen tötete. Bayona interessiert sich für eine Handvoll Überlebende.“ Genauso gut könnte man dem Film vorwerfen, er würde sich auf Thailand konzentrieren. Was ist mit Indonesien, Sri Lanka, Indien? Dort gab es immerhin wesentlich mehr Tote als in Thailand. Und warum überhaupt dieser Tsunami-Tunnelblick? Es gibt doch wohl auch noch andere Katastrophen! Genauso ärgerlich ist ein anderes Totschlagargument des Textes, „ein Ärgernis“ sei der Film „angesichts der realen Tragik“, das sich durch den ganzen Text zieht und auch bei den schon genannten Punkten mitschwingt. Es ist auffällig, wie Rezensenten immer wieder versuchen, reale Katastrophen gegen das Artefakt Film auszuspielen, so als mache man sich schon deswegen schuldig, das Wagnis einzugehen, ein reales Ereignis zu thematisieren. Wenn das ein echter Kritikpunkt wäre, hatte Schneider dem Katastrophen-Film, ja sogar jedem Film, der, wie z.B. wie „Gandhi“, „Schindler’s List“ oder „La vita è bella“ Beziehung zur wirklichen Welt steht, als Kunstform seine Existenzberechtigung abgesprochen. Argumente solchen Niveaus zu lesen, tut weh, vor allem, wenn sie in einer Kinokritik der „Zeit“ stehen.

Zum Schluss noch ganz kurz zum Titel und dazu, „wie wenig sich der Film um das Schicksal der Thailänder schert“. Auch wenn der Film die Ereignisse am Beispiel einer nicht-thailändischen Familie zeigt, ist das Grauen, das die Katastrophe für die Menschen im thailändischen Khao Lak bedeutet, omnipräsent und jeder Zeit spürbar. Seinen richtigen Coup landet Bayona aber tatsächlich dadurch, dass wir in der Tat mit der von Naomi Watts, Ewan McGregor, Tom Holland, Samuel Joslin und Oaklee Pendergast glaubhaft verkörperten Familie mitfiebern und teilhaben an ihrem Schicksal, das es am Ende in beinahe unmöglicher Weise gut mit ihnen meint. Doch wenn ihr Flugzeug zum Schluss abhebt und der Zuschauer das Ausmaß der Zerstörung am Erdboden in seiner ganzen Schrecklichkeit zu sehen bekommt, sollte ihm schlagartig klar werden, dass er es in „The Impossible“ nicht mit einem Happy End zu tun hat. Das Ausmaß des Leids ist grenzenlos. Glück für alle ist angesichts einer solchen Katastrophe unmöglich.

Bild © Concorde Video

Highlander (Russell Mulcahy, Großbritannien / USA 1986)

Posted by – 24. August 2014

highlanderLeute, schon dieser mit Queens „Princes Of The Universe“ unterlegte Vorspann, gefolgt vom hammergeilen Anfang, der Kamerafahrt durch das Wrestling-Stadion auf eine im Schatten sitzende Person auf der Zuschauertribüne – die kurz darauf in die Tiefgarage eilt und sich dort mit einem anderen Mann ein Schwertduell liefert, das in einem orgasmischen Hupkonzert ejakuliert: der absolute Wahnsinn! Und das ist nur der Anfang, eigentlich bleibt es so gut, hier folgt eine Szene zum Niederknien der nächsten, sie drängeln sich sozusagen gegenseitig aus dem Bild bis zum alles entscheidenden Kampf des ekstatischen Finales.

Der Mann auf der Tribüne ist Russel Nash alias Conner MacLeod (Christopher Lambert) vom Clan der MacLeod, ein unsterblicher Schotte, der sich mit anderen Unsterblichen seit Jahrhunderten durch das Weltgeschehen kämpft. Wer seinen Kopf verliert ist endgültig tot, und bisher hat MacLeod sich ziemlich geschickt dabei angestellt, seinen zu behalten. Am Ende kann es nur einen geben, dem winkt eine ganz besondere Belohnung. Nur noch ein paar Unsterbliche sind übrig, MacLeods härtester Konkurrent ist der zottelige Krieger Kurgan (zum Niederknien: Clancy Brown), der auch schon seinen Lehrmeister Ramirez (Sean Connery) auf dem Gewissen hat.

Für mich war „Highlander“, als ich ihn als Jugendlicher zum ersten Mal gesehen habe, eine Art Offenbarung, die mir mit einem Schlag eine ganze Reihe toller Ideen in mein begieriges Hirn ballerte: Unsterbliche, von düsteren Mächten am Leben gehaltene Schwertkämpfer, von Blitzen und Explosionen begleitete Enthauptungen, ein mysteriöser Preis; und natürlich die visuelle Seite des Films, auch heute noch bewundere Mulcahys sehr gutes Gespür für Bilder und den Einsatz von Musik, indem sich sein Hintergrund als Regisseur von Musikvideos deutlich zeigt. Ein wenig schade ist es, dass das Drehbuch von Gregory Widen stark überarbeitet wurde, die Urfassung soll noch etwas düsterer und mehr auf die unterschiedlichen Figuren und deren Hintergründe ausgerichtet gewesen sein, aber auch so ist „Highlander“, von der einen oder anderen unfreiwillig komischen Stelle („Hi, I’m Candy“ – „Of course you are“) abgesehen, alles andere als ein fröhlicher Film. Bei meinem letzten Sehen ist mir aufgefallen, was für eine seltsame martialische Botschaft er doch aufzuweisen scheint.

Während der Frau ein Platz auf der Tribüne zugewiesen ist, wird das Weltgeschehen bestimmt von der ewigen Auseinandersetzung des Mannes. Ich bin sonst eigentlich niemand, der in jeder Waffe gleich eine Schwanzverlängerung sieht, aber bei „Highlander“ ist die sexuelle Ebene der Geschichte schon sehr präsent. Der Orgasmus wird als der kleine Tod bezeichnet, wenn jedoch ein Unsterblicher einen anderen tötet, dann ist das schon ein großer! Erst sorgt die Sprinkleranlage oder ein umkippender Wassertank für das richtige Maß an Feuchtigkeit, dann blitzt und donnert es, Metall birst, Glas zerspringt und der Sieger kommt hart! Die Szene, in der sich MacLeod von Love Interest Brenda (Roxanne Hart) erst einmal erstechen lassen muss, bevor er Lust auf Beischlaf hat, ist hier ebenso zu nennen, wie die Rückblende, in der MacLeod beim Degenduell wieder und wieder erfolglos erstochen wird, bis sein frustrierter Kontrahent seinen Adjutanten erschießt, um wenigstens irgendwen umzubringen. Ob das jetzt freiwillig, unfreiwillig oder gar nicht komisch ist, weiß ich gerade auch nicht. Jedenfalls macht dieser Aspekt einen der wenigen Kritikpunkte an dem Film, dass ich mir nämlich stärkere Frauenrollen gewünscht hätte – ja warum eigentlich keine Highlanderin? – gegenstandslos, ja dann muss das so, dann ist „Highlander“ nämlich nicht nur ein ganz fantastischer Phantastischer Film, dann ist er auch ein nicht besonders freundlicher Kommentar zur Lage der Welt, die durch die Todesgeilheit des Mannes maßgeblich bestimmt wird. Ob das weibliche Geschlecht die Geschicke unserer Erde besser gelenkt hätte, ist bei den Frauenfiguren des Films allerdings ebenso fraglich.

Bild © Studiocanal

Fright Night (Tom Holland, USA 1985)

Posted by – 24. August 2014

fright nightCharley (William Ragsdale) ist überzeugt, dass sein neuer Nachbar ein Vampir ist. Das will ihm jedoch niemand glauben. Seine Freundin Amy (Amanda Bearse) ist sogar hochgradig von der Besessenheit genervt, mit der er seinen Nachbarn Jerry Dandridge (Chris Sarandon) observiert. Der ist übrigens in der Tat ein Vampir und hat es schon auf Charley abgesehen. Hilfe erhofft sich der Junge von Peter Vincent (Roddy McDowell), der im TV die Horrorreihe „Fright Night“ moderiert.

Nachdem ich mich vor etwas über einem Jahr über meine erste Begegnung mit Tom Hollands „Child’s Play“ gefreut hatte, war ich sehr gespannt auf ein Wiedersehen mit seinem Debütfilm, der Vampirkomödie „Fright Night“. Damals war ich sehr angetan davon, wie sehr der Film nach dem komödiantischen Beginn, besonders im Finale, wenn die Trickspezialisten nochmal alle Register ziehen, in die Vollen geht. Die markante, selbstbewusste Inszenierung war auch diesmal das größte Pfund des Films, Beste Szene – nicht nur, weil hier die Effekte stimmen, sondern weil sie auch der emotionalste Moment der gesamten Laufzeit war –: der Vampir-Tod von Charleys Freund Ed (Stephen Geoffreys), der sich windet und seinem Mörder immer wieder hilfesuchend die Hand entgegen streckt. In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch die homoerotische Komponente erwähnenswert, die „Fright Night“ nachgesagt wird und sie sich vor allen in der Beziehung zwischen Obervampir Jerry und seinem (nicht-so-ganz-)menschlichen Gefährten Billy (Jonathan Stark), aber auch in der Verwandlung von Ed durch Jerry zeigt („Hello, Edward. You don’t have to be afraid of me. I know what it’s like being different…“). Vielleicht aber auch nicht. Schließlich ist Anziehung, die von Vampiren zu Mitgliedern jedes Geschlechts ausgeht, fast schon ein fester Bestandteil des Genres, so dass man auf diesem Punkt nicht übermäßig herumreiten muss.

Die ganz große Begeisterung ist diesmal irgendwie ausgeblieben. Das lag vermutlich an den Figuren, die ich oft nicht nachvollziehbar, mitunter sogar nervig fand. Bezogen auf Charley und seine Freundin Amy kam mir ein erheblicher Teil des Films vor, wie ein Witz über fehlgeschlagene Kommunikation in Dauerschleife. Weiterhin schade fand ich, dass Charleys Beobachtungsfetisch (eine nette Anspielung auf „Rear Window“), nicht wirklich ausgespielt wurde. Und auch aus dem Misstrauen gegenüber seinem Nachbarn hätte Holland meiner Meinung nach mehr machen können. Gerne gesehen habe ich „Fright Night“ diesmal, ich würde ihn auch immer noch zu den Eckpfeilern des Genres zählen, nur hatte ich ihn einfach mit dem gewissen Etwas in Erinnerung, das mir bei dieser Sichtung irgendwie gefehlt hat. Ganz schön finde ich noch die implizite Aussage, dass alles was wir im TV sehen, doch einen wahren Kern hat oder anderes gesagt: dass den Artefakten unserer Kultur ein eigenständiger, nicht immer gutmütiger Geist innewohnt. Vielleicht überinterpretiere ich gerade ein wenig, aber so gesehen lassen sich in „Fright Night“ schon Spuren der subversiven Kraft von „Child’s Play“ erkennen.

Bild © Sony

The Usual Suspects (Bryan Singer, USA / Deutschland 1995)

Posted by – 20. August 2014

die üblichen verdächtigenVor ein paar Tagen habe ich ihn mal wieder zufällig im TV gesehen, zwar auf deutsch, aber dafür ohne Werbeunterbrechung. Ein wirklich toller Film, der auf mehreren Ebenen funktioniert. Zum einen als spannender Krimi, zum anderen als Meisterstück einer unzuverlässigen Erzählung. Darum geht’s: Nach einer Schiffsexplosion mit 27 Toten im Hafen von San Pedro, wird der Kleinkriminelle Verbal Kint (Kevin Speacy) von der Polizei verhört. Er soll zu den Drahtziehern des Massakers gehört haben. Nach und nach enthüllt Kint, was „wirklich“ passiert ist. Demnach soll der geheimnisvolle Gangsterboss Keyzer Soze hinter den Vorfällen stecken.

Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte nicht weiterlesen. Denn schon in diesem Satz verrate ich, dass Verbal Kint hinter allem steckt und er – wenn vielleicht auch nicht Keyzer Soze – entgegen dem ersten Anschein ein verdammt cleverer Gauner ist, der jeden nach Belieben manipulieren kann. Ja, eigentlich könnte nahezu der komplette Film nur die lebendig ausgeschmückte Geschichte Kints sein, die dieser der Polizei auftischt. Das Großartige darin ist, wie gut der Film funktioniert – auch beim mehrmals sehen! – obwohl alles, was man als Zuschauer sieht, Lug und Trug sein könnte. Vielleicht ist außer den groben Rahmendaten überhaupt nichts wahr. Und selbst die „harten Fakten“ müsste man konsequenterweise noch in Zweifel ziehen. Ich kann ehrlich gut verstehen, wenn jemand damit nicht klar kommt, sich möglicherweise sogar vom Film betrogen fühlt. Ich spreche da sogar aus Erfahrung, ist es nun doch schon ein fast 20jähriger Disput zwischen mir und meinem besten Freund, der den Film aus diesem Grund überhaupt nicht mag.

Ich hingegen finde es charmant, dass sich die Illusion, die ja bekannterweise eine Illusion ist – schließlich gucken wir hier einen Film –, schlussendlich zu erkennen gibt. Auf der einen Seite möchten wir getäuscht werden, wir möchten, eine Weile zumindest, glauben was wir sehen oder hören, so funktionieren fiktive Geschichten nun einmal. Dass sich in Singers Film sich in seiner vollen Künstlichkeit zu erkennen gibt, hätte mich wahrscheinlich auch ärgern können, nicht selten wird hierdurch die Kraft der Geschichte geschwächt, und oft ist es nur das Ego des Regisseurs, das hier zum Vorschein kommt. Michael Hanekes „Caché“ und „Funny Games“ z.B. mag ich aus diesem Grund nur bedingt. In diesem Fall, und das ist das wirkliche Kunststück der Üblichen Verdächtigen, wird die Fiktion durch die Offenbarung ihrer selbst nur noch schöner! Wie Singer und McQuarrie, der sein Drehbuch zu Recht einen Oscar bekommen hat, das genau hinbekommen haben, weiß ich auch nicht.  Jetzt auf das besagte Drehbuch zu verweisen (warum hat McQuarrie eigentlich danach nie wieder etwas ähnlich Gutes hinbekommen?) oder Singers besonnene aber doch ausdrucksstarke Regie oder die wahnsinnig gute Darsteller-Riege zu loben, die den Film mit Leben erfüllen, man hat sie alle lieb, wären letztlich nur die rezensions-typischen Null-Aussagen.

Auf den letztgenannten Punkt, die Darsteller, möchte ich aber trotzdem noch kurz eingehen, vor allem auf das meiner Meinung nach wirklich ganz fantastische Schauspiel von Gabriel Byrne. Der hat die anspruchsvolle Aufgabe, mit seiner Figur dem Doppelbluff des Drehbuchs gerecht zu werden: Er muss den freundlichen, den geläuterten Dean Keaton verkörpern, den, den Kint in seiner Story imaginiert – und gleichzeitig die Möglichkeit offen halten, dass er eigentlich der Drahtzieher-Keaton ist, der Oberboss, für den ihn die Polizei hält. Byrne oszilliert virtuos zwischen diesen Varianten sehr überzeugend. Ja, wahrscheinlich ist es dies, was auch für die anderen, ebenfalls großartigen Darsteller (Spacey, del Torro, Baldwin, Pollack,…), wie für den ganzen Film gilt: Er ist mehr, als etwas einzelnes, er ist ein Spektrum an Möglichkeiten, ganz so wie jede gute Geschichte, die ganz anders sein kann, je nachdem wer sie erzählt und wer sie sich anhört.

Bild © Columbia TriStar
 

Dracula 3D (Dario Argento, Frankreich, Italien, Spanien 2012)

Posted by – 15. August 2014

Dracula ArgentoDer Roman „Dracula“ des irischen Schriftstellers Bram Stoker, gehört sicherlich zu den bekanntesten Werken der phantastischen Literatur. Ich habe meine erste Bekanntschaft mit dem Grafen durch ein Hörspiel aus dem Hause Europa gemacht. Ein paar Jahre später war Stokers Roman der erste, den ich auf Englisch gelesen habe. Und auch heute noch ist mir das Vampir-Sujet eines der liebsten innerhalb der Phantastik.

Wenn sich ein Meisterregisseur wie Dario Argento des Stoffes annimmt, hätten die Herzen der Cineasten noch vor einer Dekade noch vor Freude höher geschlagen. Doch die Zeiten, in denen der 1940 in Rom geborene Filmemacher herausragende oder auch nur sehenswerte Filme gemacht hat, sind wohl vorüber. So ist auch seine Version des „Dracula“-Stoffs – die entgegen anderslautendem Marketing-Geschwurbel nur sehr rudimentär Stokers Geschichte erzählt – völlig ohne inszenatorische Raffinesse und erinnert bisweilen an minderbemitteltes, mit lustlosen Laien besetztes Bauerntheater.

„Eine berauschende Hyper-Trash-Erfahrung“ steht auf dem zugegeben ganz hübschen Blu-Ray-Cover. Da will ich gar nicht widersprechen. Das erlebt sich leider weniger schön, als es klingt. Otto-Normal-Zuschauer mag enttäuscht sein – der eingeschworene Argento-Fan ist über alle Maßen entsetzt! WAS SOLL DAS? Erst liefert er, statt des von Fans ersehnten Abschlusses der Mütter-Trilogie, einen Haufen Schund ab („Mother Of Tears“, 2007), dann benennt er einen filmischen Totalausfall nach dem Genre, das er mitbegründet hat („Giallo“, 2009) – und jetzt demoliert er, Argento, sogar die bedeutendste aller Horrorgeschichten. Deutlicher als hier, kann man als Regisseur den Forderungen, die seit Jahren an ihn gestellt werden, nun wirklich keine Abfuhr erteilen. „Vai a farti fottere” scheint er in Richtung seiner Fans zu rufen. Aus dem Meister der „tödlichen Kunst“ ist ein Virtuose der Zerstörung geworden. Früher ist er den schönen Körpern mit Messer zu Leibe gerückt, heute richtet sich sein destruktives Genie gegen die Prinzipien der Ästhetik als solche, ja die Kunst an sich.

Nur mit an Selbstaufgabe grenzender Anstrengung lässt sich hierin das Aufblitzen einstiger Fähigkeiten des Regisseurs erkennen. War es da nicht gerade, ein zartes Funkeln, am Grunde dieses trostlosen Meeres aus digitaler Asche? Da war es doch, oder?

Bild © Koch Media

Es wird eng! (9)

Posted by – 15. August 2014

Es gibt mal wieder ein paar Filme zu verschenken. Schreibt mir ein paar nette Zeilen als Kommentar, welche bis zu drei Filme ihr euch wünscht – dann gehören sie vielleicht bald euch. (Wünschen sich mehre Menschen den gleichen Film entscheidet der überzeugendere Kommentar.)

Es wird eng

Final Destination 5 (Steven Quale, USA 2011)

Posted by – 9. August 2014

final destination 5So, jetzt habe ich auch den fünften Teil gesehen und muss eingestehen, viel mehr als hier und hier geschehen, kann ich zu der Final-Destination-Reihe nicht mehr sagen. Dazu sind sich die Filme zu ähnlich. Deswegen fasse ich mich kurz: In „Final Destination 5“ von Steven Quale schließt sich der Kreis des Todes: Nachdem ein paar junge Leute einem Brückenunglück nur knapp entkommen sind, holt sich der Sensemann dennoch einen nach dem anderen in gewohnt einfallsreicher Manier: Ob bei der chinesischen Massage, in der Sporthalle oder  beim Augenarzt – niemand ist sicher. Am Ende sitzen nur die beiden glücklichen Überlebenden in einem Flugzeug auf den Weg nach Paris. Leider ist es das Flugzeug, dass am Anfang des ersten Teils abstürzt.

„Final Destination 5“ ist im Wesentlichen so, wie die anderen Teile, Innovationen sucht man vergebens, doch hat er mir zumindest – verglichen mit dem zweiten Teil – wieder etwas besser gefallen. Die Tode sind einfallsreich und eklig, wenn man wie ich nicht gerade Fan von Augenoperationen ist, fällt es bei einer Szene schon schwer, die ganze Zeit hinzugucken. Auch der Score von Brian Tyler hat außergewöhnlich gut gefallen, er hat zu einer irgendwie entspannten Atmosphäre beigetragen, die dem Film gut zu Gesicht steht. Es ist schon interessant, wie es die Reihe geschafft hat, sich von allem Genre-Ballast zu befreien und sich ganz auf das Sterben zu konzentrieren. Trotzdem komme ich nicht umhin noch einmal zu beanstanden: Das ist alles nichts Neues, das ist genau das, was Teil eins auch schon und zwar wesentlich besser getan hat, nämlich originelle, schwarzhumorige „Unfälle“ aneinanderzureihen.

Allerdings hat sich meine Enttäuschung, die ich nach dem zweiten Teil empfunden habe, mittlerweile wieder relativiert: Vielleicht liegt der Reiz der Reihe, denke ich gerade, eben in der Eintönigkeit, mit der der Mensch in sisypho’esken Manier fortwährend scheitert. Eben noch glaubst du, dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein, doch dann, Zack, fällt dir eine  Buddha-Statue auf den Kopf. Zeigt sich nicht gerade in den zufälligen, schicksalhaften Ereignissen, dem Hoffnungschöpfen gefolgt von der finalen Gewissheit, dass alles, was man zu wissen glaubte, nicht mehr wert ist, als ein Hauch Verwesung, eine tiefe, existenzialistische Wahrheit? Zuerst fand ich ja das ganze Gerede über Pläne des Todes, das sich zum Schluss als fataler Irrtum herausstellt, ziemlich doof. Ich fühlte mich getäuscht. Doch mittlerweile denke ich – das muss so. Der Tod hält sich eben an keine Regel, außer an die, dass jeder sterben muss, wenn er an der Reihe ist.

Apropos an der Reihe: Teil 3 und 4 sind noch nicht an der Reihe. Ich brauche eine kleine „Final Destination“-Pause.

Bild © Warner Home Video

Final Destination 2 (David R. Ellis, USA 2003)

Posted by – 5. August 2014

final destination 2Kimberly (Andrea Joy Cook) will mit ihren Freunden in den Urlaub, doch kurz vor dem Highway hat sie eine Vision von einer Massenkarambolage, bei der sie selbst und viele weitere Menschen ums Leben kommen. Sie blockiert daraufhin die Autobahnzufahrt. Dadurch entgehen sie und andere der Katastrophe, die tatsächlich eintritt. Doch der Tod lässt sich nicht so einfach austricksen!

Zu früh gefreut. Also nicht nur Kimberly und die anderen Überlebenden, sondern auch ich. Der erste Teil hat hohe Erwartungen geweckt, die der zweite Teil leider nicht einhalten konnte, obwohl ich ihn für sich genommen auch nicht schlecht fand. Er leidet jedoch an der Krankheit vieler Fortsetzungen, einfach die Formel des Vorgängers anzuwenden und dabei auf Steigerung zu setzen. Im Falle des Kernthemas dieses Films – der Tode holt sich einige Teen, die zuvor dem Tod entronnenen sind – mag das noch funktionieren. Welcher Horrorfan wünscht sich nicht, dass in Filmen ordentlich gestorben wird. Durch mehr und vor allem bizarrere Todesfälle kommt ein imaginierter Fan also auf seine Kosten. Ich gehöre allerdings nicht zu der Sorte Zuschauer, weswegen „Final Destinantion 2“ in dieser Hinsicht schon einmal nicht punkten konnte. Aber auch in einem anderen Bereich setzten die Autoren, wie der schon für den ersten Teil verantwortlich zeichnende Jeffrey Reddick und, hinzugekommen, J. Mackye Gruber und Eric Bress, auf Steigerung.

In „Final Destination“ wurde der „Plan des Todes“ noch recht simpel gehalten: Man starb in der Reihenfolge in der man auch normalerweise gestorben wäre. Ausnahme: Man wird gerettet, dann wird man in der Reihenfolge übersprungen. In „Final Destination 2“ wird’s kompliziert. Hier wird nicht nur in umgekehrter Reihenfolge gestorben (inkl. Überspring-Faktor) und ich habe ziemlich schnell den Überblick verloren, jetzt kann man den Tod sogar besiegen, wenn neues Leben geschaffen wird – weswegen die Beteiligten mit aller Kraft versuchen, eine schwangere Frau, die bei dem Autobahnunglück ebenfalls davon gekommen ist, zu retten. Irgendwo hier bin ich inhaltlich ausgestiegen und habe versucht, mich am kreativen Ableben der Figuren zu erfreuen. Hier will ich bei aller Kritik – die Bestatter-Szene mit Tony Todd, die diesmal noch erzwungener wirkt, wäre da noch zu nennen –  doch noch anmerken, dass „Final Destination 2“, abgesehen von den grundsätzlichen, inhaltlichen Problemen, die ich mit ihm hatte, wieder ein ganz ordentlicher Horrorfilm geworden ist, der auf der Spannungsebene gut funktioniert. Wer da nicht das ein oder andere Mal zusammenzuckt, hat bessere Nerven als ich. Der Auftakt auf der Autobahn mag, was den Ablauf des Unfalls angeht, nicht ganz logisch sein, aber er ist wieder hervorragend inszeniert, und das gilt im Großen und Ganzen auch für den Rest des Filmes. Mein Fall war’s trotzdem nicht. Die schlanke Idee des ersten Teils ist hier so aufgedunsen, dass ich mich gar nicht traue, mit dem dritten zu weiterzumachen… sondern gleich mit „Final Destination 5“ weitermache, der ein Prequel sein soll. Prequel – das klingt für mich irgendwie nach Minimalismus, na mal sehen…

Bild © Warner Home Video