Phantasm IV: Oblivion (Don Coscarelli, USA 1998)

Posted by – 4. Dezember 2016

phantasm-4#horrorctober 13

Den Abschluss meines diesjährigen #horrorctober bildet der vierte Teil der Phantasm-Reihe: Mit „Phantasm IV: Oblivion“ – „OblIVion“ – erreicht die Reihe ihr vorläufiges Ende. Obwohl – soviel sei vorweg genommen – ich dem Finale zwiespätige Gefühle entgegen bringe, hätte ich mir kaum einen besseren Film als Höhepunkt der 13 im Oktober gesehenen Horrorfilme aussuchen können. Aller Schwächen zum Trotz ist auch Teil vier ein essentieller Bestandteil der „Phantasm“-Reihe, durch den noch deutlicher zum Vorschein kommt, was die Reihe schon immer war: ein Alptraum, in den man sich als Kind verirrt und aus dem man nie wieder herausfindet.

Der Film beginnt, wo der Teil zuvor endete: Reggie (Reggie Bannister) wird von dem Tall Man (Angus Scrimm) gefangen gehalten, Mike (A. Michael Baldwin), der zuletzt entdeckt hatte, dass sich in seinem Kopf eine Sperre befindet, ist in einem Leichenwagen auf der Flucht. Während er dem Tall Man in eine andere Dimension folgt, kann sich Reggie befreien und macht sich auf die Suche nach seinem Freund.

Viel detaillierter auf die Handlung einzugehen, halte ich nicht für besonders sinnvoll. Und ganz leicht ist es auch nicht, da sich dieser Teil, wie eigentlich die anderen auch, kaum um die Regeln des Erzählens schert, sondern einer Traumlogik folgt, sprich assoziativ vorgeht. In Coscarellis Welt also business as usual. Auffällig und deswegen berichtenswert finde ich an diesem vierten Teil vor allem folgendes. Das erste ist eine irgendwie ganz und gar schöne Beobachtung:

Seit fast 20 Jahren kämpfen Reggie und Mike jetzt gegen den Tall Man. Dieser Abschnitt der Geschichte ist deswegen einmal mehr wie das Treffen guter Freunde, die noch einmal zusammenkommen, um der Vergangenheit zu huldigen. Interessant finde ich diesbezüglich weiterhin, dass in der Beziehung zwischen den beiden deutlicher als zuvor Risse angedeutet werden, die sich darin zeigen, dass die beiden wenig Screentime zusammen haben und Mike – während Reggie immer mehr er selbst wird – sich zu verlieren scheint, so dass zum Schluss gar nicht mehr klar ist, auf welches Seite er überhaupt steht.

Dass Coscarelli als Regisseur immer schwieriger – oder sagen wir lieber: masseninkompatibler – wird und von Film zu Film weniger darauf achtet, auf was man als Filmemacher bei Erfolgsaussicht Wert legen sollte (eine plausible Geschichte, nachvollziehbare Figuren, spannende Konflikte usw.), macht den vierten Teil auf alle Fälle sympathisch, hat aber gute und seine schlechte Seiten. Zu den Vorzügen auch dieses „Phantasm“-Teils gehört, dass er zweifellos ein ungewöhnlicher Film ist, dessen kongeniale Melange aus (alp)traumhaften Bildern, einem einprägsamen Score und dieser eigenartigen Coscarelli-Stimmung, die alles irreal und irgend beiläufig erscheinen lässt. Doch die immerwährende Wiederholung macht auch dem Besondersten irgendwann den Garaus. Den ersten und mit Abstrichten auch noch den zweiten Teil finde ich fantastisch, im Text zum letzten Teil habe ich mir noch gewünscht, dass die Reihe niemals vorbei geht. Beim vierten Teil ist das nicht mehr der Fall. Ich fühle mich ein wenig wie die Figuren, die stets aufs neue in ähnliche (Traum-)Situationen kommen, ohne dass es sie noch wirklich zu interessieren scheint, so als hätten sie die Hoffnung ohnehin schon aufgegeben, jemals wieder zu erwachen. Ob da mal wieder eine Nebenfigur vom Bösen besessen ist oder hinter der nächsten Ecke ein Killerzwerg lauert, ist auf eine Weise egal, die sich einerseits fast schon – positiv gesagt – beruhigend vertraut anfühlt, die andererseits irgendwie nicht so kompatibel mit dem Horrorgenre ist. Man fühlt sich wohl in „Phantasm IV: Oblivion“ – so wohl wie man sich in einem gut bekannten Alptraum nur fühlen kann.

Aufwachen, endlich mal richtig Aufwachen wäre nach der gefühlten Ewigkeit, die die Figuren das Böse und mich diese Reihe begleitet hat, deswegen auch nicht schlecht – auch auf die Gefahr hin, dass der Traum, der schon so oft geträumt wurde, verblasst, wie ein Traum mit geöffneten Augen nun mal verblasst. Ich nehme dieses, 20-jährige Klassentreffen gerne noch mit und behalte gute und schlechte Dinge dieses melancholischen, ein wenig enttäuschenden aber trotz allem auch irgendwie freudigen Wiedersehens ehrerbietig in Erinnerung. Zum nächsten Treffen – „Phantasm: Ravager“ (2016) – werde ich allerdings voraussichtlich nicht mehr erscheinen. Sonst schreibe ich nachher noch zum fünften Mal den gleichen Text.

Bild © Anchor Bay

Notizen #15

Posted by – 30. Oktober 2016

#horrorctober Film 8-12

Lisa And The Devil (Mario Bava, Italien / Deutschland / Spanien 1972)

Kurz nachdem Lisa (Elke Sommer) auf ihrem Spanien-Trip ein Wandgemälde betrachtet, das den Teufel zeigt, verläuft sie sich in der Stadt und findet sich kurz darauf in einer unheimlichen Halbwelt wieder, in der Leibhaftige selbst die Strippen zieht. – So oder auch ganz anders könnte man den Inhalt von Mario Bavas drittletztem Film beschreiben. Ich kenne mich mit Bava noch nicht genug aus, um diesen Film als Quintessenz seines Schaffens zu bezeichnen, aber man darf, denke ich, behaupten, dass sich in „Lisa And The Devil“ (OT: Lisa e il diavolo) viele Motive seines Schaffens wiederfinden und dieser stimmungs- und geheimnisvolle Film zumindest insofern ein Highlight seines Gesamtwerks darstellt. Gehört nach erster Einschätzung nicht zu meinen allerliebsten Bava-Filmen, ist aber weiter oben mit dabei.

Bad Biology (Frank Henenlotter, USA 2008)

Für jeden Topf ein Deckelchen: Eine Frau mit einer 7-fach Klitoris und unstillbarem Sexhunger gerät an einen jungen Mann mit mutiertem, mörderischem Riesenpenis. Dort, wo die Geschichte von (Charlee Danielson) und Batz (Anthony Sneed) eigentlich erst beginnt, ist sie auch leider schon wieder zu Ende. Und vorher passiert in Henenlotters Film leider auch nichts, was man von ihm nicht schon kennt und leider auch schon wesentlich besser in „Brain Damage“ oder „Basket Case“ (hier was zum ebenfalls guten zweiten Teil) gesehen hätte. Immerhin – und zumindest das muss man ihm zugutehalten – ist „Bad Biology“ eben auch kein Film von der Stange, sondern in seinem Zusammenspiel aus Komik, Tragik und Horror ein echter Henenlotter.

Lemora: A Child’s Tale of the Supernatural (Richard Blackburn, USA 1975)

Wenn Jean Rollin ein Vertreter der Tschechoslowakische Neuen Welle gewesen wäre und er in den späten 1960er Jahren in die USA geladen worden wäre, um unter völliger künstlerischer Freiheit eine Version von „Alice In Wonderland“ zu drehen, wer weiß, vielleicht wäre dann ein Film wie „Lemora: A Child’s Tale of The Supernatural“ dabei herausgekommen. Jedenfalls ist Richard Blackburns Film definitiv die Entdeckung meines diesjährigen Horrorctober. Es ist ein Werk, von dessen Existenz ich – und bestimmt noch ein paar andere da draußen – bis vor ganz kurzer Zeit keine Ahnung hatte. Sehr gerne möchte ich zu dessen wachsender Bekanntheit und Ruhm beitragen indem ich hier verkünde, was für ein wunderbarer und eigensinniger (im aller wohlmeinendsten Wortsinne!) Film Blackburns „Lemora“ doch ist. Anschauen und weitersagen!

Green Room (Jeremy Saulnier, USA 2016)

Nazis vs. Punks: Bei ihr Tour durch den Nordwesten der USA landet die Punk-Band Ain’t Rights in einer abgelegenen Nazi-Bar auf dem Land. Zwar geht das Konzert ohne größere Pannen über die Bühne, aber als die Band danach im Backstage-Bereich einen Mord beobachtet, ist die braune Kacke am dampfen. – „Green Room“ ist ein geradliniger, recht harter Thriller, aber mir will, wie schon bei Jeremy Saulniers Vorgängerfilm „Blue Ruin“, nicht wirklich einleuchten, warum er bei Kritik und Publikum so gut angekommen ist. Vieles an diesem Film ist gut, ordentlich, hier stimmt das Große und Ganze wie das Detail. Und trotzdem sträube ich mich, „Green Room“ wirklich zu mögen. Vielleicht weil ihr den alle mögt. Und ich hier der eigentliche Punk bin.

Textas Chainsaw Massacre 2 (Tobe Hooper, USA 1986)

WAHNSINN!!!1

 

Notizen #14

Posted by – 15. Oktober 2016

Als nächsten Programmpunkt im #horrorctober (Film 4-7) habe ich mir ein paar mir unbekannte Slasher-Jahre angesehen. Von hui bis pfui war alles dabei.

Terror Train (Roger Spottiswoode, USA / Kanada 1980)

Ein Film, den ich überhaupt nicht auf dem Radar hatte, den ich zufällig auf Youtube entdeckt und den ich mir trotz schlechter Bild- und Tonqualität und störender Untertitel angesehen habe. Daran kann man schon erkennen, dass „Terror Train“ von Roger Spottiswoode gar nicht so schlecht sein kann. Hier läuft zwar weitestgehend alles nach bekanntem Strickmuster ab, aber auf eine angenehm zurückhaltende Art und Weise, mit Gefühl für die Figuren und Blick für die Atmosphäre des ungewöhnlichen Settings: Der Film spielt in einem Zug, den die nach und nach dahinscheidenden Mitglieder einer Uni-Verbindung zwecks rauschhafter Party gemietet haben. Vielleicht noch erwähnenswert: Neben Jamie Lee Curtis, die in gefühlt jedem dritten Slasher der Dekade mitspielt ist auch der Zauberer David Copperfield mit von der Partie.

The Burning (Tony Maylam, USA 1981)

Meine Erwartung an meinen 5. #horrorctober-Film waren aufgrund einer Empfehlung eines ansonsten sehr zuverlässigen Tippgebers in Sachen Slasher-Kunst hoch – zu hoch wie sich leider herausstellte. Ein durch die Folgen eines Streichs verunstalteter Sommercamp-Aufseher rächt sich hier an ein paar Teenies, und das beste, das ich über ihn sagen kann, ist, dass mir nichts wirklich Schlechtes zu ihm einfällt. Sagen wir mal ganz nichtssagend: ein solider Genrebeitrag. Filmquiz-Frage: Welche Oscar-Preisträgerin ist hier in ihrer ersten Rolle zu sehen? Richtig, Holly Hunter!

Offerings (Christopher Reynolds, USA 1989)

Ich kann mir ja einiges gutschreiben. Aber im Falle von Christopher Reynolds „Offerings“ fällt mir nichts mehr ein. Wer einen amateurhaften, durch und durch unoriginellen Slasher (am auffälligsten bedient Reynolds sich bei John Carpenters „Halloween“, sogar die Musik ist nur einen Millimeter vom Plagiat entfernt) mit wirklich dilettantischen Darstellerinnen und Darstellern sehen will, der ist hier richtig. Allenfalls der ein oder andere Mord ist ganz hübsch in Szene gesetzt aber das fällt angesichts der ganzen anderen Unzulänglichkeiten kaum noch ins Gewicht.

Alice Sweet Alice (Alfred Sole, USA 1976)

Hui! „Alice Sweet Alice“ – hierzulande vielleicht eher bekannt unter dem Titel „Communion – Messe des Grauens“ – ist definitiv das bisherige Highlight meiner diesjährigen #Horrortober-Saison. Er ist schön, er ist ungewöhnlich. Und er ist irgendwie auf eine besondere Art spannend, die ich noch gar nicht richtig fassen kann. Die Atmosphäre dieses brutalen Psychothrillers mit Giallo-Einschlag hat mich jedenfalls ziemlich gepackt; und anders als andere würde ich es Alfred Sole, der das Drehbuch zusammen mit Rosemary Ritvo schrieb, nicht negativ auslegen, dass er sich in seinem Film scheinbar nicht so recht entscheiden kann, welchen Fokus die Geschichte haben soll. Die Unsicherheit, in welche Richtung sich die Story entwickelt, hat den Film für mich noch interessanter gemacht. Ob Alice dann zum Schluss wirklich noch… – naja, ich will ja nicht zu viel verraten. So oder so ist „Alice Sweet Alice“ wahres Genre-Juwel und so in etwas das Gegenteil von dem, was der „dilettantisch inszenierter blutrünstiger Gruselfilm“. Wobei, blutrünstig…

Notizen #13

Posted by – 6. Oktober 2016

Und wieder mal haben wir Oktober. Im Rahmen der Internet-Aktion #Horrorctober werden ich und andere uns bis zum 31. des Monats 13 Horrorfilme ansehen. Im letzten Jahr hat das bei mir leider nicht so gut geklappt. Auch wenn es sich andeutet, dass ich aufgrund eines neuen Jobs wieder wenig Zeit haben werde, will ich, trotz Filmkrise, es zumindest nicht unversucht lassen, die Aufgabe zu bewältigen. Was ich mir anschauen werde, steht hier. Eine Liste aller anderen Teilnehmer, Links zu ihren Listen und Texten hier. Statt längerer Kritiken werde ich mich diesmal wahrscheinlich nur in Form einiger Sammelnotizen begnügen. Los geht’s mit Film 1-3..

Don’t Breathe (Fede Alvarez, USA 2016)

Den diesjährigen, hoch erfreulichen Auftakt macht „Don’t Breathe“, den ich, zugegeben, schon im September gesehen habe – aber wir wollen da mal nicht so sein. Der Film von Fede Alvarez ist ein Paradebeispiel dafür, dass im Horror-Genre immer noch etwas geht und man dafür nicht mal das Rad neu erfinden muss: Erzählerisch effizient, clever, vom Szenario her minimalistisch, hinsichtlich seiner Bezüge aber reichhaltig, stilistisch herausragend, aber trotzdem nie selbstzweckhaft oder gar selbstverliebt. Zweifellos einer der ganz wichtigen Horrorfilme 2016. Hier meine Kritik auf Kino-Zeit.de.

Hush (Mike Flanagan, USA 2016)

Weil ich nach „Don’t Breathe“ Lust hatte, mir noch ein paar andere Filme anzusehen, die grob in die Rubrik „Home Invasion“ fallen, habe ich mich ein wenig umgesehen und mich schließlich für „Hush“ von Mike Flanagan entschieden, den es praktischerweise bei Netflix gab. Inhaltlich gibt es sogar einige Parallelen zu Alvarez’ Film, was nicht nur durch das minimalistische Szenario gegeben war. Bei Alvarez war der Antagonist blind, bei seinem Flanagan ist die Protagonistin taub. Doch leider macht der US-Amerikaner nicht annähernd so viel aus der Ausgangssituation wie sein Kollege aus Uruguay. Das Ergebnis ist ordentlich inszeniert, aber wenig überraschend und deswegen leider nur mäßig spannend. „Hush“ hat etwas von einer Fingerübung. Er ist der nette Horrorfilm für zwischendurch, aber keiner, für den man lange, anhaltende Liebe entwickelt.

Knock Knock (Eli Roth, USA, Chile 2015)

Von diesem Film wurde mir vorab abgeraten, weil a) schlecht und b) kein Horror und c) noch irgendwas (vergessen). Aber ich fand die Ausgangslage doch so spannend – Strohwitwer bekommt Besuch von zwei unbekannten Damen,..–, weil das könnte ja jedem mal passieren und da kann man sich durch einen Film wie „Knock Knock“ schon mal seelisch drauf vorbereiten. Den Anfang, vielleicht sogar gut die erste Hälfte, fand ich dann fast auch grandios, das Gefühl von drohender Gefahr, knisternde Erotik, eine Stimmung, die mehr und mehr ins Unangenehme kippt. Leider ändern nicht nur die beiden Besucherinnen ihr, sondern der ganze Film im weiteren Verlauf sein Gesicht. Die im positiven wie negativen sinnliche Stimmung weicht (wie man das ja von Roth schon kennt“) einer, meiner Wahrnehmung nach platten, grell-satirischen Ausrichtung. Doch wo ich bei „Hostel“ noch eine Ahnung davon hatte, in welche Richtung die Spitzen gerichtet sind, habe ich bei „Knock Knock“ keine Idee mehr, gegen wen oder was diese Satire gerichtet sein soll. Schlussendlich fand ich den Film wohl nicht so schlecht wie diejenigen, die mir von ihm abgeraten haben, für einen großen Wurf halte ich ihn allerdings auch nicht.

Filmkrise, kurze Pause

Posted by – 22. August 2016

Notizen #12

Posted by – 4. August 2016

Eigentlich (wie ich dieses Wort liebe!) wollte ich nicht mehr kurz notieren, sondern immer einen zumindest etwas detaillierteren Text fabrizieren… Hier jedenfalls mal wieder nur ein paar schäbige Notizen.

The Assassin (Hsiao-Hsien Hou, Taiwan / China / Hong-Kong / Frankreich 2015)

Die schlechte Nachricht gleich zu Beginn: Ich fand den umjubelten „The Assassin“ nur so lala. Nennt mich einen Banausen, aber für die Kunst, die Hsiao-Hsien Hou hier darbietet, fehlen mir irgendwie die Antennen. Die zweifellos hübschen Bilder haben mir jedenfalls nicht geholfen, in die Geschichte zu kommen. Vielleicht sollte man das ja auch nicht, vielleicht sollte der Zuschauer irgendwie draußen bleiben; und vielleicht werden deswegen gefühlt die Hälfte des Films alle Figuren nur schemenhaft zu erkennen hinter wehenden Vorhängen gezeigt. Aber warum? Keine Ahnung. Ich war jedenfalls froh, als es vorbei war. Schon allein deswegen, weil zum Schluss noch mal ein richtig feines Stück Musik kommt. Für mich der Höhepunkt des Films.

Station Agent (Tom McCarthy, USA 2003)

Toller Film – eigentlich. Station Agent hätte ich wohl mal zu meinen Lieblingsfilmen gerechnet, ich habe irgendwo sogar noch eine Liste meiner Top 10 der ersten Dekade des neuen Jahrtausends und da ist er drauf, aber dieses Mal konnte ich mich nicht so richtig auf ihn einlassen. Vielleicht nutzen sich Filme irgendwann ab, drei, vier, fünf Mal funktionieren sie, aber bei sechsten Ansehen dann, plötzlich, mag das Gehirn nicht mehr. Vielleicht lag es ja daran, dass ich „Station Agent“ diesmal in sonderbarer Gesellschaft gesehen habe, so sonderbar, dass die Sonderbarkeit der Figuren im Film dagegen einfach nicht ankommt. Auf diese Theorie kann ich jetzt allerdings aus Respekt vor lebenden Personen, die das hier bestimmt nicht lesen, aber vielleicht ja doch (wer weiß das schon?) nicht weiter eingehen. Aber toller Film eigentlich.

Toni Erdmann (Maren Ade, Deutschland / Österreich 2016)

Zu diesem Film, für den der Ausdruck „Meisterwerk“ zu klein und damit völlig ungeeignet ist, nur einen Satz zu schreiben, das geht natürlich gar nicht.

The Shallows (Jaume Collet-Serra, USA 2106)

Wohin das Auge sieht: Haie! . „Supershark“, „Sharktopus“, „Dinoshark“ „Sharknado“ eins, zwei, drei usw. Selbst im Supermarkt ist man vor ihnen nicht sicher! Ich kann mir dieses ganze Zeug nur mit Mühe ansehen. Dass es sich bei „The Shallows“ um einen ernstgemeinten Hai-Horror handeln sollte, hat dann aber doch mein Interesse geweckt. Und wirklich, nicht übel, was „House of Wax“- und „Orphan“-Regisseur Jaume Collet-Serra hier abliefert, gar nicht übel. Dazu braucht er nicht mehr als eine junge Surferin (Blake Lively) und einen blutrünstigen Hai. Ich finde es jedenfalls super, dass sich jemand dieser Tage traut, einen unironischen Hai-Thriller zu drehen, zumal das Ergebnis durchaus sehenswert ist (spannend, toll fotografiert, überzeugende Hauptdarstellerin). Da kann ich auch verschmerzen, dass Zufälle die an sich sehr reizvoll reduzierte Geschichte etwas zu sehr dominieren und die existenzialistische Dimension von „The Shallows“ eher unterentwickelt ist.

The Lobster (Giorgos Lanthimos, Frankreich / Irland / Großbritannien, Niederlande / Griechenland 2015)

Ich frage mich seitdem täglich, welches Tier ich wohl wäre. Jedenfalls kein Hai.

Demolition (Jean-Marc Vallée, USA 2016)

Davis Mitchell (Jake Gyllenhaal) verliert seine Frau bei einem Autounfall. Statt ordnungsgemäß zu trauern, öffnet er sich in Briefen dem Kundenservice einer Automatenfirma – und erhält überraschend Antwort von Karen Moreno (Naomi Watts), die sich sehr interessiert an seinen Gefühlen zeigt. Die beiden lernen sich kennen. Nach und nach erkennt Davis, dass er zuerst sein altes Leben auseinandernehmen muss, ehe er ein neues beginnen kann. Dass das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist, wird häufig behauptet. Der Protagonist des Films scheint diese Meinung nicht zu teilen oder der These zumindest von Grund auf nachgehen zu wollen, indem er zwanghaft alles auseinanderbaut, was ihm unter den Schraubenschlüssel kommt. Dieser Akt der Zerstörung ist die grundlegende Metapher dieses ambitionierten aber leider völlig überkonstruierten und unglücklicherweise auch bis zum Bersten vollgestopften Drehbuchs. Doch anders als in der Geschichte fügt sich der Film leider nicht wie durch ein Wunder zu einem kunstvollen Großen und Ganzen zusammen. „Demolition“ ist eins der raren Beispiele für etwas, das weniger ist, als die Summe seiner Teile.

Vor der Morgenröte (Maria Schrader, Österreich / Deutschland / Frankreich 2016)

Mal von „Toni Erdmann“ abgesehen, hat mich kein Film in den letzten Wochen so beeindruckt wie die Stefan Zweig Biografie von Maria Schrader. In „Vor der Morgenröte“ wimmelt es von Irritationen und ich denke, das ist Konzept und soll die Situation und Zerrissenheit seiner Hauptfigur zeigen. Der Film wird getragen von Josef Harder. Harder ist ein großartiger, aber – das vergisst man vielleicht ab und an, wenn man ihn nur als den Brenner kennt – auch sehr vielseitiger Schauspieler, der hier einen neuen Bereich seines Könnens demonstriert. Ich sage mal vorher, dass dieser Film in meinen Jahres-Top-10 sein wird.

Lights Out (David F. Sandberg, USA 2016)

Posted by – 3. August 2016

Dunkelheit und Horrorfilme – das gehört irgendwie zusammen. So eng gekoppelt wie in David F. Sandbergs Debüt, eine Adaption seines eigenen Kurzfilms, waren Schatten und Schrecken vielleicht noch nie. In „Lights Out“ geht es um einen Geist, der nur in der Dunkelheit existieren kann – bzw. um eine Familie, die unter ihm zu leiden hat. Das Ergebnis erinnert ein wenig an Jennifer Kents „Babadook“, weil sich auch hier die übernatürliche Bedrohung als Metapher auf die Befindlichkeit seiner Figuren interpretieren lässt. So richtig gut gefallen hat mir „Lights Out“ allerdings nicht, zum einen, weil man ihm seine Kurzfilm-Herkunft zu stark anmerkt, zum andern weil er den hintergründigen Schrecken zugunsten abstruser Erklärungen immer mehr aufgibt. Für Kino-Zeit habe ich einen kleinen Text zum Film geschrieben.

 

Star Trek Beyond (Justin Lin, USA 2016)

Posted by – 20. Juli 2016

Wahrscheinlich habe ich es schon einige Male hier im Blog erwähnt – ich bin kein großer Freund von J.J. Abrams (Filmen). Besonders mit seinem „Star Trek“-Reboot kann ich, freundlich gesagt, nichts anfangen. Nachdem ich „Star Trek“ (2009) wie auch den Nachfolger „Star Trek Into Darkness“ (2013) ziemlich bescheiden fand, hatte ich irgendwie stillschweigend angenommen, dass es wohl den meisten so gehen müsse. Und war davon ausgegangen, dass das Reboot irgendwann in nicht allzu naher Zukunft erneut rebootet werden würde. Damit lag ich falsch. Oder zumindest nicht ganz richtig. Denn hier ist er, „Star Trek Beyond“, der dritte Teil der Abram’schen alternative „Star-Trek“-Timeline. Diesmal hat allerdings nicht Abrams selbst, sondern der mehrfache „Fast & Furious“-Regisseur Justin Lin auf dem Regiestuhl Platz genommen. Für das Drehbuch zeichnen sich Scotty-Darsteller Pegg und Doug Jung verantwortlich. Beides wirkt sich positiv aus. Zwar ist das Ergebnis ein relativ konventioneller Blockbuster und bestimmt kein Meisterwerk, doch irgendwie ist es wieder da, dieses „Star Trek“-Feeling! Und ich würde mich nicht wundern, wenn dieser Film den oder anderen Verächter der letzten beiden Teile versöhnt und wieder zurück ins Boot holt. Auf Kino-Zeit schreibe ich ein wenig mehr zu meinen Gefühlen

The Mutilator (Buddy Cooper, USA 1985)

Posted by – 11. Juli 2016

The Mutilator„Mutilate“ – das heißt verstümmeln. Wie gut der Titel zu Buddy Coopers Film passt, ist mir aber erst mit etwas Abstand klar geworden. Natürlich geht der Antagonist des Films ganz und gar nicht sanft mit seinen Opfern um. Wenn ich nicht irre, meint der Name des Films aber noch etwas anderes. Dazu gleich mehr.

Die Geschichte von „The Mutilator“ ist ein wenig sonderbar, aber simpel: Ein Junge tötet aus Versehen seine Mutter. Sein Vater kann ihm nicht verzeihen und rächt sich Jahre später blutig an seinem Sohn und dessen Freunden. Das Gefühl, das dieser Film bei mir auslöst, ist schon um einiges komplexer. Die scheinbare Unbefangenheit des Sohnes, das Glück, das er während seines Ausflugs ins elterliche Heim mit seinen Freunden empfindet, steht im Kontrast zur grenzenlosen Verletztheit seines Vaters, die in ultrabrutalen Morden ihren blutigen Ausdruck findet. Die ältere Generation, die der jüngeren missgönnt, dass es ihr gut geht oder sogar die Schuld für die eigene Misere gibt, ist ein wie ich finde recht interessanter Subtext des Films, der soweit ich das überblicke, in Rezensionen nicht thematisiert wird. Zumal man dieses Verhältnis zwischen Jung und Alt ja auf verschiedene mögliche reale Relationen der Generationen beziehen kann: Den (Vietnam-)Krieg beispielsweise, an dem die einen noch kauen, während die anderen bitteschön nichts mehr davon wissen und lieber Spaß haben wollen. Oder auch die Freude der Jugend an Gewaltfilmen, die von den alten Sittenwächtern mehr als skeptisch beäugt wird. Denn – und hier kommt meine These –: die Alten setzen ja auch das Messer an, um die teuflischen Filme ihrer Kinder aufs Grausamste zu verstümmeln.

Vielleicht geht gerade mal wieder die Interpretation mit mir durch, aber könnte es nicht sein, dass der brutale „The Mutilator“ eigentlich (der Versuch) eine(r) Satire ist? Dazu passen würden ja auch noch einige weitere Seltsamkeiten, die ins Auge stechen, wenn man erst einmal anfängt, genauer hinzusehen. Z.B. ein weiterer Kontrast: Einerseits ist da diese große Brutalität, andererseits aber gibt es auch immer wieder einige komödiantische Ausflüge, die sich von diesem auf den ersten Blick recht trostlosen Film auffällig abheben. Dazu gehören eine sonderbare Zeitraffersequenz wie die im Abspann gezeigten Outtakes. Was einerseits nicht so recht passen will, macht beim vorgeschlagenen Interpretationsansatz doch irgendwie Sinn finde ich. Zumal sich vor diesem Hintergrund auch ein paar weitere Besonderheiten gut einfügen: So ist der Mörder die ganze Zeit bekannt. Überhaupt geht Cooper sehr offen mit dem Täter um. Der Zuschauer weiß wer es ist, meist wo er sich aufhält, und über die Motive gibt es eigentlich auch nichts zu diskutieren. Wenn der Film wirklich eine Satire auf die bzw. eine Kritik an der Zensurwut der Alten ist, die vermeintlich zum Schutz der Jugend, in Wirklichkeit aber aus einer reaktionären Haltung heraus, Kunst ihrer Kinder lieber zerstören als den Versuch zu unternehmen, sie zu verstehen, dann ist es natürlich ein subtil wunderbarer Zug von Cooper, kein Geheimnis daraus zu machen, wer hier der Bösewicht ist. Und wer gegen diese Deutung jetzt einwendet, es sei schließlich der Junge gewesen, der seine Mutter getötet und damit sozusagen den Krieg begonnen hat, der darf ruhig mal darüber nachdenken, wer denn hier ein Gewehr in der Wohnung leicht zugänglich stehen hatte.

Diese Eigenschaften, die seltsame Prämisse, die Brutalität und einige „Kontraste“, lassen „The Mutilator“ mehr als nur ein kleines bisschen aus der Masse der 1980er-Jahre-Slasher heraustreten. Wie gut ich den Film jetzt fand, kann ich nach der Erstsichtung noch gar nicht sagen. Nicht schlecht jedenfalls. In mancherlei Hinsicht bemerkenswert. Er ist wieder so ein Film, aus dem ich die meisten Morde dank des in meiner Schulzeit herumgereichten VHS-Tapes schon kannte, den ich aber nun zum ersten Mal in voller Länge gesehen habe. Zumindest fast. Denn ich habe nur die um 7 Sekunden gekürzte DVD von Vipco gesehen, bei der es zwar auch heftig zur Sache geht, der aber manche Gewaltspitzen fehlen. Eine komplett ungeschnittene Version hinterlässt möglicherweise noch einen anderen Eindruck. Wobei wir wieder beim Thema wären: Zensur. Und angesichts meiner Deutung ist es ja eigentlich auch ganz passend, den Verstümmer in einer geschnittenen Version zu sehen.

Bild © Vipco

The Witch (Robert Eggers, USA / Kanada 2015)

Posted by – 13. Juni 2016

The WitchWeil William (Ralph Ineson) auf eine andere Auslegung der Heiligen Schrift besteht, wird er im 17. Jahrhundert in Neuengland zusammen mit seiner Familie, seiner Frau Katherine (Kate Dickie) und den fünf Kinder aus seinem Heimatdorf verstoßen. Die Familie lässt sich am Rande eines düsteren Waldes mitten in der Wildnis nieder, um hier ein gottgefälliges Leben zu führen. Doch ihr Glaube wird immer wieder auf die Probe gestellt: Zuerst geht die Ernte ein, dann verschwindet das jüngste Kind, kurze Zeit später auch der älteste Sohn Caleb (Harvey Scrimshaw), der bald allerdings wie verwandelt wieder auftaucht. Hat die älteste Tochter Thomasin (Anya Taylor-Joy) etwas damit zu tun? Oder die Zwillinge Jonas (Lucas Dawson) und Mercy (Ellie Grainger)? Oder treiben dunkle Mächte ihr teuflisches Spiel mit der Familie?

Nachdem ich neulich beim Fantasy Filmfest doch glatt keine Karte mehr bekommen habe, habe ich den Film nun im regulären Kino nachgeholt. Was ich davon halten soll, weiß ich aber auch einige Tage später noch nicht so genau. „The Witch“ ist seinem Ruf definitiv vorausgeeilt und ich kann nicht behaupten, dass ich ihn unbefangen gesehen hätte. Nein, ich habe tatsächlich einiges erwartet und ich bin mir unsicher, ob mir diese Erwartungshaltung im Wege steht; oder eben dazu führt, dass ich immer noch über diesen Film grüble , obwohl ich ihn einem ersten Impuls nach „ganz nett“, aber auch „unentschlossen“ genannt habe.

Natürlich ist Eggers Film auch recht gruselig und teilweise wunderbar fotografiert. Interessant wird er für die meisten aber wohl vor allem durch das Spannungsfeld zwischen den Polen konkret und abstrakt. Eigentlich ist von Beginn an klar: Das Böse gibt es wirklich. Schließlich sieht man nach dem Säuglingsraub eine Szene, in der sich eine alte Frau an dem Kind der Protagonisten-Familie zu schaffen macht. Und wer die Realität des Übernatürlichen im Laufe des Films vergisst, bekommt mitten drin noch eine Exorzismus-Szene präsentiert, bei der es nur schwerlich mit rechten Dingen zugehen kann; und am Ende gibt es noch einmal den unzweifelhaften Beweis für die Existenz von Hexen. Trotzdem muss man kein besonders cleveres Köpfchen sein, um den Realitätsgehalt des Gesehenen in Frage zu stellen. Warum? Zum einen, weil die religiösen Überzeugungen der Familie für den durchschnittlichen westlichen Zuschauer in heutiger Zeit wohl etwas Befremdliches, ja, Wahnhaftes haben und somit die Vermutung einer kollektiven Psychose nicht ganz von der Hand zu weisen ist; zum anderen, weil die wenigen eindeutig übernatürlichen Elemente sich sehr gut als mentale Episoden einer Figur interpretieren lassen und sich Eggers ansonsten, bei Szenen, in denen sich ein wenig Zweideutigkeit angeboten hätte, eindeutig realistisch positioniert.

Interessant ist „The Witch“ aber nicht, weil er die Frage nach dem Realitätsgehalt besagter Bilder offen lässt – im Gegenteil. Hier gibt es Hexen, aber der Zuschauer will das nicht wahr haben und die Geschichte lieber als religiös induzierte Wahnvorstellung deuten. (Wenn der Film mitunter klischeehaft wirkt, liegt das daran, dass hier die Ursprünge unserer kollektiven Vorstellungen über Zauberei und Hexen thematisiert werden, wie sie auch Märchen zu Grunde liegen. Dass man die entsprechenden Bilder schon tausendmal gesehen hat – und gesehen haben muss! – , liegt in der Natur der Sache.) Eigentlich zeigt sich hier schon die ganze Brillanz des Films, verführt er doch den Zuschauer genau dazu, was dieser den Figuren vorwirft – sich dem Offensichtlichen zu verweigern und die Welt lieber durch die Brille seiner Glaubenssysteme zu beurteilen. Eggers macht Aberglaube nachvollziehbar, indem er den Zuschauer selber dazu verleitet.

Doch da ist noch mehr. Auch unabhängig von der Frage des Realitätsgehalts macht „The Witch“ eine gute Figur. Das liegt an der von Anya Taylor-Joy stark gespielten Figur der Thomasin, der in dem Film in doppelter Hinsicht eine Schlüsselrolle zukommt. Zum einen ist sie – wenn hier überhaupt jemand halluziniert – wohl diejenige welche. Zumindest macht es bei dieser Interpretationsvariante am meisten Sinn. Zum anderen offenbart sich an ihrer Figur aber noch ein weiteres Thema, das manch einen sogar dazu angeregt hat, „The Witch“ als feministischen Film zu bezeichnen. Ich kann diese Sicht nachvollziehen, auch wenn sie mir ein wenig durch den Tunnel geblickt erscheint. Ich würde eher sagen, „The Witch“ ist in seinem Herzen ein tristes Coming of Age-Drama. Ich denke, dass es weniger um die Befreiung einer Frau geht (vielleicht geht es nicht einmal um Befreiung!), sondern dass hier gezeigt wird, wie ein Gedankensystem an seine Grenzen gerät. Dabei spielt Gemeinschaft eine wichtige Rolle. Anfangs wird William aufgrund seines Glaubens aus der Dorfgemeinschaft geworfen. Später, im Exil, bilden sich in seiner Familie verschiedene Arten von Allianzen, doch eine stabile Gruppe will nicht entstehen. Der Fundamentalismus des Familienpatriarchen ist nicht in der Lage, ein beständiges Zusammenleben zu ermöglichen. Die Situation eskaliert, das System bricht zusammen, Rose sprengt die inneren und äußeren Fesseln, nur um sich danach in die Gefangenschaft einer neuen Ideologie zu begeben. Ob diese besser oder schlechter ist, bleibt offen. Aber immerhin darf man bei dieser nackt durch den Wald tanzen.

Bild © Universal Pictures Germany