Bait 3D (Kimble Rendall, Australien / Singapur 2011)

Posted by – 10. Januar 2014

bait

Man hat schon Pferde kotzen sehen. Und Schweine fliegen. Aber damit kann man mittlerweile keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Denn das alles ist nichts, verglichen mit dem, was Haie heutzutage so alles anstellen. Filme wie „Supershark“, „Sharktopus“ oder „Dinoshark“ zeigen, wie „gute“ Sharkploitation im Zeitalter nach dem Weißen Hai funktioniert. Wie sieht es aus mit „Bait 3D“ (der den schönen deutschen Untertitel „Haie im Supermarkt“ abbekommen hat)? Gehen Haie jetzt auch noch einkaufen?

Nein, das nicht, aber sie können den Überlebenden eines Tsunamis, die sich in einem überschwemmten Supermarkt auf die Regale flüchten, definitiv das ohnehin nicht leichte Leben noch etwas schwerer machen. Darunter auch Josh (Xavier Samuel), Kyle (Lincoln Lewis), Heather (Cariba Heine), Jaime (Phoebe Tonkin) und Ryan (Alex Russell). Doch das Wasser steigt unaufhörlich. Und die Überlebenden haben noch ein Problem: denn unter ihnen befindet sich eine Person, denen das Leben der anderen völlig egal ist. Und das ist noch nicht alles. Denn die riesige Welle hat außerdem noch zwei weiße Haie ins Einkaufszentrum gespült.

Auch wenn es sich so anhört: „Bait“ schwimmt nicht im Fahrwasser der aktuellen Hai-Welle. Regisseur Kimble Rendall scheint vergessen zu haben, dass er – trotz ordentlichem Budget – eigentlich nur Stoff für einen Trashfilm hatte. Doch statt das humoristische Potenzial seiner Geschichte voll auszuspielen, tritt Rendall immer wieder auf die Spaßbremse und reizt wirklich keinen Aspekt seines Genrefilms aus. Haie: Zwei Stück. Richtig gefährlich? Geht so. Bodycount: Gering. Wet T-Shirts & Nippel? Nada. Spaß, Spannung, Splatter: kaum mehr als im TV-Vorabendprogramm. Immer, wenn es den Anschein macht, interessant zu werden, taucht der Film ab. Und der Humor ist, wie gesagt, ebenfalls unterentwickelt. Dass nicht nur der Regisseur, sondern auch der Verleih kein Vertrauen in den Film hatte, zeigte sich daran, dass der Kinostart mehrmals verschoben und schließlich ganz auf ihn verzichtet wurde. Einerseits zu Recht. Denn „Bait 3D“ ist ein 90 Minuten laaanger, 30 Millionen australische Dollar teurer Coitus Interruptus. Auf der anderen Seite macht ihn gerade das – und dass er weder vom derzeitigen Haipe profitieren noch als Trash-Vergnügen durchgehen mag – irgendwie auch sympathisch.

Bild © Universum Film
 
 

1 Comment on Bait 3D (Kimble Rendall, Australien / Singapur 2011)

  1. […] „Supershark“, „Sharktopus“, „Dinoshark“ „Sharknado“ eins, zwei, drei usw. Selbst im Supermarkt ist man vor ihnen nicht sicher! Ich kann mir dieses ganze Zeug nur mit Mühe ansehen. Dass es sich […]

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