Beastmaster (Don Coscarelli, USA 1982)


Ich beginne mal mit dem Fazit: DAS ist Fantasy! Und so geht’s: Da der Hohepriester Maax (Rip Torn) das Menschenopfern nicht lassen kann und zudem ein Faible für schwarze Magie hat, verbannt ihn König Zed (Rod Loomis) kurzerhand aus seinem Königreich. Das lässt einer wie Maax aber nicht mit sich machen. Der Hohepriester rächt sich indem er das ungeborene Kind der Königin von einer Hexe in eine Kuh beamen lässt. Doch das Baby wird von einem Bauern gerettet und wächst unter dem Namen Dar (Marc Singer) in dessen Dorf auf. Dort wird er auch im Schwertkämpfer unterrichtet. Außerdem bemerkt Dar, dass er die Fähigkeit hat, mit Tieren zu sprechen. Als das Dorf niedergebrannt wird, macht sich der Beastmaster auf den Weg, um Rache zu nehmen.

Willkommen bei „Beastmaster“, einem Film voll kruder Ideen und jeder Menge Irrsinn. Der Irrsinn fängt schon bei der Besetzung an: Marc Singer ist eine unbeholfene Lulatsch-Version eines Helden, Rip Torn ein so einfach gestrickter Bösewicht, dass es schon wieder faszinierend ist: Maax hat tatsächlich aber auch gar nichts anderes im Sinn, als Leute zu opfern. Das nenne ich zielstrebig! (Eigentlich sollte die Rolle von Klaus Kinski gespielt werden, aber das wäre vielleicht etwas zu naheliegend gewesen.) Aber auch inhaltlich weist der Film alle Schattierungen von „seltsam“ auf.  Dieser schwarzmagische Eintopf basiert auf dem Buch „The Beast Master“ von Andre Norton, das Drehbuch schrieb Coscarelli zusammen mit Paul Pepperman, der mit ihm schon bei  „Phantasm“ zusammengearbeitet hatte (dort war er allerdings für die Special Effects zuständig). Das Ergebnis kann sich – wie eigentlich immer bei Coscarelli – durchaus sehen lassen. Das liegt vor allem daran, dass „Beastmaster“ immer wieder überrascht, weil er andere Wege geht, als der 08/15-Fantasyfilm. Das bezieht sich gar nicht so sehr auf das große Ganze, sondern eher auf die unzähligen, fantasievollen Details, die anderen für 5 Filme gereicht hätten. Ein wenig erinnert „Beastmaster“ vom Aufbau an „Star Wars – A New Hope“.  Da das Buch von Norton aus dem Jahr 1953 ist, ist es recht offensichtlich, wer sich die Ideen wo geborgt hat. Und hier noch eine unbelegte Theorie, wer sich beim Beastmaster bedient haben könnte: Ich habe gerade „The Meerkats“ (DT: Wächter der Wüste) gesehen; dort heißt das Protagonisten-Erdmännchen Kolo. In „Beastmaster “heißen die beiden Frettchen Kodo und Podo.  Zufall?

Wenn ich überhaupt etwas an diesem Film auszusetzen habe, dann, dass er mit 118 Minuten etwas lang geraten ist. Es gibt immer wieder etwas zähe Passagen in denen eigentlich nichts passiert, bzw: irgendetwas passiert, das die Geschichte aber nicht vorantreibt. Auf der anderen Seite sind der fehlende Rhythmus und die relative Länge vielleicht auch ein Grund dafür, dass Coscarellis Ausflug ins klassische Fantasy-Genre so eigen uns so entspannt ausgefallen ist.

Bild © Starz / Anchor Bay
 

2 Comments on Beastmaster (Don Coscarelli, USA 1982)

  1. Wann kommt der Film Beastmaster auf Deutsch auf DVD heraus ?
    Der Film ist sehr gut habe in als VHS aber die Qualität ist auf der kassette nicht mehr so gut
    Wer hatt den Film gemacht ( Hesteller ) Warner,Universal ,usw ????
    Könnten sie mir weiter helfen ?
    Danke !
    Gruss W. Zehnder

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