Cabin In The Woods (Drew Goddard, USA 2011)

Posted by 20. Juli 2012

Wenn jemand ein Garant für gute Ideen ist – dann Joss Whedon („Firefly“, „Dollhouse“, „The Avengers„). Aber auch Drew Goddard hat als Drehbuchautor bei „Lost“ (und manche finden auch bei „Cloverfield“) gezeigt, dass er einen kreativen Kopf hat. Aber eine tolle Idee macht noch keinen tollen Film. Das kann man jetzt bei „Cabin In The Woods“ sehr schön sehen.

Darum geht’s: Dana (Kristen Connolly), Curt (Chris Hemsworth), Jules (Anna Hutchison), Holden (Jesse Williams) und Marty (Fran Kranz) wollen ein entspanntes Wochenende in einer Waldhütte verbringen. Was sie nicht wissen: Schon vor ihrem Wochenend-Trip stehen sie unter ständiger Beobachtung. Sie sind scheinbar in einer Art Experiment die Versuchskaninchen.

Anders als die ahnungslosen Figuren erfährt der Zuschauer gleich von Anfang an, dass der Urlaub, die Hütte und alle weiteren Geschehnisse Teil eines Plans sind. Den beiden Versuchsleiter Sitterson (Richard Jenkins) und Hadley (Bradley Whitford) dabei zu zuzusehen, wie sie die fünf Freunde beobachten, mit ihren Kollegen Wetten auf den weiteren Verlauf der Ereignisse und das Ableben der Protagonisten abschließen, ist mitunter wirklich sehr komisch. Verglichen damit schlafft die Handlung in der Hütte gehörig ab. Mehr zu wissen als die Figuren ist selten eine gute Sache, und auch bei „Cabin In The Woods“ stiehlt dies Spannung. Sprich: Auch wenn die Grundprämisse von des Films interessant ist – im Detail hebt er sich dann eben doch nicht von anderen Horrorfilmen, sondern stellt sich sogar als recht durchschnittlicher Vertreter heraus. Man merkt Goddard an, dass er sich auf dem Regiestuhl noch nicht richtig eingerichtet hat. Nicht jeder Gag zündet und ebenso wenig wird jede Szene, die spannend sein müsste, zum Nagelbeißer. Zum Glück gibt es aber noch das Ende: Hier schaffen es Goddard und Whedon doch noch einmal zu verblüffen und entschädigen damit für manche Länge.

Insgesamt bietet „Cabin In The Woods“ eine nette Abwechslung zum Mainstream-Horror. Meiner Meinung nach braucht das Genre aber weniger Abwechslung als Qualität. Man muss nicht immer alles anders machen. Es einfach gut zu machen, reicht manchmal völlig.

Bild © Universum
 

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