Clash Of The Titans 2: Wrath of the Titans (Jonathan Liebesman, USA 2012)

Posted by – 28. März 2012

Ok, Titanen, kommen immer noch nicht vor. Aber immerhin einer: Kronos. Um die Herrschaft über die Welt zu erringen, hatten Zeus (Liam Neeson) und seine Brüder, Poseidon und Hades (Ralph Fiennes), ihren Titanen-Vater bekämpft, besiegt und nach Tartaros verbannt. Durch eine Intrige droht der Titan nun aber zu entkommen. Perseus (Sam Worthington), die Kriegerkönigin Andromeda (Rosamund Pike) und Poseidons Sohn Agenor (Toby Kebbell) machen sich daran, das Schlimmste zu verhindern.

Ich hätte es nach dem ersten Teil nicht gedacht, aber „Wrath Of The Titans“ hat tatsächlich seine Momente. Wie die Autoren des Vorgängerteils geben sich zwar auch Dan Mazeau und David Johnson in „Wrath Of The Titans“ alle Mühe, jeden Eindruck von Figurenentwicklung zu verhindern; und auch Jonathan Liebesman („Battle Los Angles“, „Texas Chainsaw Massacre: The Beginning“) lässt keine besonderen Qualitäten als Regisseur erkennen: Die Action-Szenen sind hektisch, dennoch ohne Schwung, die Kämpfe einfallslos. Aber halb so schlimm. denn der eigentliche Star im Film ist sowieso das Titanen-Gefängnis Tartaros, dieses düstere Gebilde mit seinen unendlichen Labyrinthen. Ich habe mich angenehm an das Reich der Cenobiten aus „Hellbound: Hellraiser 2“ erinnert gefühlt. So werden immerhin die Tartaros-Szenen dafür sorgen, dass ich mich an den ansonsten wenig inspirierten Film erinnere.

Eine Sache fand ich an „Wrath Of The Titans“ ebenfalls noch interessant. Es macht nämlich richtig Spaß, ihn nach Zitaten zu durchkämmen.  Natürlich findet sich Diebesgut aus „Herr der Ringe“, aber überraschenderweise auch aus Filmen „Ghost Rider 2“ oder „Spider-Man“ u.ä. Was ich allerdings recht witzig fand, war die Fülle von Anspielungen auf „Star Wars“: Vater, Sohn, dunkle Seite – alles dabei. Und zum Schluss fliegt Perseus auf Pegasus sogar in den riesigen Kronos hinein, um seinen Superpeer auf dessen Herz zu werfen. Ich weiß nicht, ob es an den vielen Zitaten zuvor gelegen hat. Aber ich habe in diesem Moment nur noch Lando Carissian im Millenium Falcon auf seinem Weg ins Zentrum des Todessterns gesehen. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn am Ende noch der Satz „may the force be with you“ gefallen wäre. Oder ist er’s vielleicht sogar?

Bild © Warner Bros.
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.