Clash Of The Titans (Louis Leterrier, USA 2010)

Posted by – 28. März 2012

Ich bin mir nicht sicher, was „Clash Of The Titans“ überhaupt hier verloren hat. Auch wenn ich Fantasy gegenüber sehr aufgeschlossen bin, hat mir schon jeder Screenshot  und Trailer überdeutlich gemacht, dass es hier für mich nichts zu holen gibt. Vielleicht, weil ich ihn im TV gesehen habe und gerade ein Word-Dokument offen hatte. Hier jetzt trotzdem ein paar Gedanken.

„Clash Of The Titans“ beruht, anders als der Titel suggeriert, vage auf der  Perseussage. Perseus (Sam Worthington), Sohn des Zeus, wächst bei Fischern auf. Als seine Familie einem göttlichen Vergeltungsakt in die Quere kommt, ist der Weg frei für ein großes Abenteuer, das in Form einer Riesenkrake auch nicht lange auf sich warten lässt. Ach ja, Zeus, Hades, Kassiopeia, Andromeda, Io, Aphrodite, Hermes und Medusa spielen auch irgendwie mit.

Das Autoren-Dreiergespann Travis Beacham, Phil Hay und Matt Manfredi hat sich sichtlich keine Mühe gegeben, ihre Story einigermaßen im Gleichklang mit der griechischen Mythologie zu erzählen. Ich kenne mich in der Materie aber nicht besonders aus, und will mich deswegen hier auch nicht darüber echauffieren. Die Gleichgültigkeit gegenüber der Geschichte würde auch überhaupt nicht ins Gewicht fallen, wenn Louis Leterrier („Transporter“, „The Incredible Hulk“) wenigstens an anderer Stelle Punkte holen würde. Aber in „Clash Of The Titans“ stimmt nichts. Stars wie Niam Neeson (Zeus), Ralph Fiennes (Hades) oder Mads Mikkelsen (Draco) können nichts gegen das lahme Buch ausrichten. Zwischen den Figuren funkt es einfach nicht. Überraschenderweise ist auch die Inszenierung alles andere als explosiv. Die Bilder bewegen sich zwar, eine Energieübertragung zum Zuschauer findet leider nicht statt.

Hätte es Leterrier und sein Team mit den 15 Millionen US-Dollar hier und da geschafft, Atmosphäre zu erzeugen, ich würde „Clash Of The Titans“ trotzdem nicht als guten Film bezeichnen – aber immerhin als einen, den man sich in der richtigen Stimmung durchaus ansehen kann. Aber da ist nichts. Charakterlose Helden in toten, digitalen Landschaften.

Letzter Gedanke: Keine Titanen. Wo sind die Titanen? Egal. Titanen hätten diesen Film auch nicht besser gemacht.

Bild © Warner Bros.
 

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