Drag Me To Hell (Sam Raimi, USA 2009)

Posted by 31. Oktober 2014

#horrorctober 12

„Mit Flüchen ist nicht zu spaßen“ habe ich 2009 meine Filmstarts-Rezension zu Sam Raimis „Drag Me To Hell“ begonnen. Diesen und auch ein paar Sätze aus dem Text würde ich heute noch so (unter)schreiben. Insofern fasse ich mich kurz: Dass verflucht werden eine ersten Sache ist, bekommmt jedenfalls die Bankangestellte Christine (Alison Lohman) zu spüren, die einer Zigeunerin den Kredit verweigert und darauf hin einen fetten fluch an den Hals gehext bekommt. Es folgt: Geisterbahn-Kino à la Rami. „Drag Me To Hell“ ist seine Lockerungsübung zwischen den Blockbustern „Spider-Man 3“ und „Oz: The Great And Powerful“ und gleichzeitig die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. Interessant ist der Film nicht nur, weil er einen verspielten Umgang mit den Genrekonventionen pflegt, sondern auch die moralischen Standards des Horrorkinos augenzwinkernd unterläuft. Eine Art „Tanz der Teufel“ light, nicht ganz so böse, etwas weniger einfallsreich mit einigen unfreiwillig schaurigen CGI-Effekten, aber alles in allem immer noch sehr feucht fröhlich und einfach unterhaltsam. Und deutlich anders, als das Horror-Fastfood, das man sonst so serviert bekommt.

P.S. Obwohl ich mit dem #horrorctober schon etwas regelbeugend im September angefangen habe, habe ich es diesmal wieder nicht ganz geschafft. Heute, Freitag, den 31.10. um Punkt 23: 55 war der zwölfte Film vorüber, für den letzten ist keine Zeit mehr. Vielleicht lastet auf mir auch eine Art Fluch? Ich werde das nächstes Jahr mal genauer beobachten.

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