Final Destination 2 (David R. Ellis, USA 2003)

Posted by – 5. August 2014

final destination 2Kimberly (Andrea Joy Cook) will mit ihren Freunden in den Urlaub, doch kurz vor dem Highway hat sie eine Vision von einer Massenkarambolage, bei der sie selbst und viele weitere Menschen ums Leben kommen. Sie blockiert daraufhin die Autobahnzufahrt. Dadurch entgehen sie und andere der Katastrophe, die tatsächlich eintritt. Doch der Tod lässt sich nicht so einfach austricksen!

Zu früh gefreut. Also nicht nur Kimberly und die anderen Überlebenden, sondern auch ich. Der erste Teil hat hohe Erwartungen geweckt, die der zweite Teil leider nicht einhalten konnte, obwohl ich ihn für sich genommen auch nicht schlecht fand. Er leidet jedoch an der Krankheit vieler Fortsetzungen, einfach die Formel des Vorgängers anzuwenden und dabei auf Steigerung zu setzen. Im Falle des Kernthemas dieses Films – der Tode holt sich einige Teen, die zuvor dem Tod entronnenen sind – mag das noch funktionieren. Welcher Horrorfan wünscht sich nicht, dass in Filmen ordentlich gestorben wird. Durch mehr und vor allem bizarrere Todesfälle kommt ein imaginierter Fan also auf seine Kosten. Ich gehöre allerdings nicht zu der Sorte Zuschauer, weswegen „Final Destinantion 2“ in dieser Hinsicht schon einmal nicht punkten konnte. Aber auch in einem anderen Bereich setzten die Autoren, wie der schon für den ersten Teil verantwortlich zeichnende Jeffrey Reddick und, hinzugekommen, J. Mackye Gruber und Eric Bress, auf Steigerung.

In „Final Destination“ wurde der „Plan des Todes“ noch recht simpel gehalten: Man starb in der Reihenfolge in der man auch normalerweise gestorben wäre. Ausnahme: Man wird gerettet, dann wird man in der Reihenfolge übersprungen. In „Final Destination 2“ wird’s kompliziert. Hier wird nicht nur in umgekehrter Reihenfolge gestorben (inkl. Überspring-Faktor) und ich habe ziemlich schnell den Überblick verloren, jetzt kann man den Tod sogar besiegen, wenn neues Leben geschaffen wird – weswegen die Beteiligten mit aller Kraft versuchen, eine schwangere Frau, die bei dem Autobahnunglück ebenfalls davon gekommen ist, zu retten. Irgendwo hier bin ich inhaltlich ausgestiegen und habe versucht, mich am kreativen Ableben der Figuren zu erfreuen. Hier will ich bei aller Kritik – die Bestatter-Szene mit Tony Todd, die diesmal noch erzwungener wirkt, wäre da noch zu nennen –  doch noch anmerken, dass „Final Destination 2“, abgesehen von den grundsätzlichen, inhaltlichen Problemen, die ich mit ihm hatte, wieder ein ganz ordentlicher Horrorfilm geworden ist, der auf der Spannungsebene gut funktioniert. Wer da nicht das ein oder andere Mal zusammenzuckt, hat bessere Nerven als ich. Der Auftakt auf der Autobahn mag, was den Ablauf des Unfalls angeht, nicht ganz logisch sein, aber er ist wieder hervorragend inszeniert, und das gilt im Großen und Ganzen auch für den Rest des Filmes. Mein Fall war’s trotzdem nicht. Die schlanke Idee des ersten Teils ist hier so aufgedunsen, dass ich mich gar nicht traue, mit dem dritten zu weiterzumachen… sondern gleich mit „Final Destination 5“ weitermache, der ein Prequel sein soll. Prequel – das klingt für mich irgendwie nach Minimalismus, na mal sehen…

Bild © Warner Home Video
 

1 Comment on Final Destination 2 (David R. Ellis, USA 2003)

  1. […] jetzt habe ich auch den fünften Teil gesehen und muss eingestehen, viel mehr als hier und hier geschehen, kann ich zu der Final-Destination-Reihe nicht mehr sagen. Dazu sind sich die Filme zu […]

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