Tag: Abenteuerfilm

Passengers (Morten Tyldum, USA 2016)

Posted by – 8. Januar 2017

Stell dir vor: Du bist einer von 5.000 tiefgefroren Passagieren eines das Raumschiffs auf dem Weg zu deinen neuen Heimat. Doch etwas geht schief und du als einziger erwachst als einziger aus dem Kälteschlaf. 90 Jahre zu früh! Wenn ich daran denke, bekomme ich eine Gänsehaut. So ergeht es Jim Preston (Chris Pratt). Er ist Passagier auf dem Raumschiff Avalon, das sich auf dem Weg zur Kolonie Homestead II befindet. Dort wollen er und die anderen Passagiere sich ein neues Leben aufbauen. Seine Versuche die Lage zu klären oder in den abgesicherten Schiffsbereich zu gelangen, in dem die Crew schläft, scheitern. Muss er den Rest seines Lebens allein auf dem Schiff verbringen?

Besonders zu Beginn funktionierte „Passangers“ für mich auch noch sehr gut. Alles sieht sehr hübsch aus und ist kurzweilig inszeniert. Der Protagonist erwacht und ist allein. Er versucht einen Ausweg aus seiner Situation zu finden – vergeblich. An Nahrung und Entertainment mangelt es ihm auf dem gut ausgestatteten Schiff nicht, doch gegen die immer mehr von ihm Besitz ergreifende Einsamkeit ist auch der höfliche Serviceroboter der Schiffsbar (Michael Sheen) nur ein unzureichender Ersatz. Dabei läge die Lösung so nahe. Ein Jahr kann er widerstehen…– doch dann entscheidet er sich, mit Aurora (Jennifer Lawrence) eine weitere Passagierin aus dem Kälteschlaf zu erwecken. Die beiden verlieben sich. Dass er sie geweckt hat, verschweigt er ihr allerdings.

Auch dieses, romantische zweite Drittel des Films funktioniert für sich genommen vor allem Dank Pratt und Lawrence gut. Und trotzdem deuten sich spätestens hier bereits die Probleme des Films an. Was ist schief gegangen da draußen im All? Aus dem existenzialistischen Abenteuerfilm, der kurz angerissen wurde, wird eine Liebesgeschichte. Doch auch hier ist wieder nicht genug Zeit, die Beziehung zwischen den beiden wirklich auszuloten: die Annäherung der Figuren und der Konflikt zwischen ihnen (Auroa erfährt, dass Jim sie geweckt hat, findet sie das natürlich gar nicht so lustig) werden bald aufgegeben, um es im letzten Drittel noch einmal richtig krachen zu lassen. Auf einmal hat es der Zuschauer mit einem Katastrophenfilm zu tun. Da darf Mann noch einmal das Schiff retten und Frau bekommt auch etwas zu tun. Ehe es holterdiepolter noch mal romantisch wird. Unentschlossen durchs Weltall.

Eigentlich ist „Passengers“, der auf einem Drehbuch von Jon Spaihts beruht, nicht ein, sondern drei Filme in einem. Leider komplementieren sich die verschiedenen Themen nicht gegenseitig, sie stehlen einander Zeit, die es erfordert hätte, dem Abenteuer-, Liebes- und Katastrophenfilm im Film gerecht zu werden. Stell dir vor: Nach fast 2 Stunden Spielzeit weißt du aufgrund des Schlingerkurses am Ende auch nicht mehr, ob du hier eigentlich hinwolltest. So ist es mir ergangen. Und unterwegs wurde soviel über Bord geschmissen, dass dabei auch ein paar wichtige Dinge verloren gegangen sind. Meine Gänsehaut vom Anfang war jedenfalls nicht mehr da.

Bild © Sony Pictures Germany

The Treasure Of The Sierra Madre (John Huston, USA 1948)

Posted by – 6. September 2015

der schatz der sierra badreWas eigentlich aus dem Abenteuerfilm geworden ist, habe ich mich neulich mal gefragt. Er ist verschwunden, oder? Warum dem so ist, dass ist mir gerade durch John Hustons wahnsinnig guten „The Treasure Of The Sierra Madre“ noch einmal klarer geworden.

Als „eine waghalsige Unternehmung aus Gründen des Forschungsdrangs oder des Übermuts mit lebensbedrohlichen Aspekten, unberechenbaren Gefahren und manchmal fatalem Ausgang“ bezeichnet Walter Moers in seinem Roman „Die Stadt der träumenden Bücher“ das Abenteuer. Der Abenteuerfilm ist schließlich hervorgegangen aus dem Abenteuerroman, dessen schillerndste Vertreter Walter Scott, Jules Verne, Alexandre Dumas und Herman Melville waren. Charakteristisch für die meisten Abenteuerromane und -filme ist, dass in ihrem Zentrum eine Hauptfigur oder eine Gruppe von Figuren steht, die ihre gewohnte Welt verlassen muss und eine fremde, oft gefährliche Reise unternimmt. Die Geschichten spielen meist in einer Zeit, als die Welt für den Menschen tatsächlich noch ein Abenteuer war, als es noch Rätsel zu lösen und Schätze zu entdecken gab, als fremde Länder und Kulturen noch geheimnisvoll, ja unheimlich anmuteten.

Soweit trifft das auch auf „The Treasure Of The Sierra Madre“ zu, diesen frühen Klassiker des Genres, der aber gleichzeitig bereits dessen Ende einläutet: Die Geschichte spielt in Mexiko im Jahr 1925: Die Amerikaner Fred C. Dobbs (Humphrey Bogart) und Bob Curtin (Tim Holt) werden um ihren Lohn betrogen und entschließen sich daraufhin, zusammen mit dem Schatzsucher (Walter Huston) eine Goldader zu suchen. Der Weg ist gepflastert mit Gefahren, aber vor allem die Gier der Schatzsucher gefährdet das Projekt.

Abenteuerfilme gibt es so lange wie das Kino selbst, ihre Hochzeit hatten sie allerdings zwischen den 1930er und 1960er Jahren, bis sie in den folgenden Jahrzehnten immer seltener gedreht wurden. Änderten sich einfach die Begrifflichkeiten oder gibt es heute weniger Stoff, den man als Abenteuer bezeichnen würde? Wahrscheinlich beides. Fremde Länder und Kulturen sind weitestgehend erforscht und für uns alle im Fernsehen sichtbar. Und der klassische Held hat auch ausgedient. Was gut, was böse ist, das weiß heute niemand mehr, und das, was früher als Abenteuer galt, ist heute bestenfalls eine Bedrohung, die es zu bekämpfen gilt. All das zeichnet sich bereits 1948 in Hustons Film ab, in dem die Helden eigentlich keine und fremden Länder reizlose Staubwüsten sind. Der titelgebende Schatz ist lediglich eine Chimäre. Nach diesem Abenteuerfilm gibt es eigentlich nichts mehr zu erzählen.

Dafür, dass der klassische Abenteuerfilm heute nahezu verschwunden ist, gibt es aber noch eine andere Erklärung. Sie heißt CGI – Computer-Generated Imagery. Alles, was vorstellbar ist, ja, sogar noch mehr, lässt sich heute mittels Computertechnologie visualisieren. Unsere Fantasie hat die Realität überholt. Dass wir irgendwo auf der Welt ein Fleckchen Erde entdecken, an dem es noch Abenteuer zu erleben gibt, ist unwahrscheinlich. Das Unbekannte liegt im Cyberspace, die neuen Geheimnisse und Herausforderungen lauern im Reich der Bits und Bytes, der Nullen und Einsen und virtuellen Realitäten. Der antiquierte Begriff des Abenteuers will zu diesen schönen neuen Welten nicht so recht passen. Die Krise des klassischen Abenteuerfilms ist somit nicht nur nicht überwunden – es ist fraglich, ob das Genre überhaupt ein Revival erlebt und sich wirklich noch einmal in alte Höhen erhebt. Während optisch alles möglich ist, gibt es inhaltlich – das hat Huston beim „The Treasure Of The Sierra Madre“ deutlich gemacht – nichts Heroisches mehr zu erzählen. Aber solange wir nichts vermissen, ist das alles wahrscheinlich nicht so schlimm.

Bild © Warner Home Video

Trespass (Walter Hill, USA 1992)

Posted by – 19. Juli 2015

TrespassDen beiden Feuerwehrmännern Vince Gillian (Bill Paxton) und Don Perry (William Sadler) fällt eine Schatzkarte in die Hände. In einem verlassenen Gebäude soll die Beute eines Kirchenraubs versteckt sein. Gold! So viel Gold! Hoffnungsfroh machen sich die beiden Männer auf die Suche, nicht ahnend, dass das Gebäude zur gleichen Zeit auch von King James (Ice-T) und seiner Gang zwecks Hinrichtung eines Rivalen besetzt wird. Und Zeugen können die Gangster natürlich nicht gebrauchen.

Ich kenne bisher nur wenige Filme von Walter Hill, und „Trespass“ legt den Schluss nahe, dass das ein großer Fehler ist. Zwar wird der Gesamteindruck ein wenig durch das linkische Schauspiel des Duos Ice-T & Ice-Cube geschmälert, aber ansonsten ist dies ein Film nach einem Drehbuch von Bob Gale und Robert Zemeckis ganz nach meinem Geschmack: hard-boiled, direkt, voller Action und trotzdem mit dem gewissen Subtext, der die Abenteuerfilme der letzten Dekaden kurzerhand auf die Müllhalde der Vergangenheit verweist. Glorreiche Abenteuer, edle Helden und echte Freundschaft, ja schöne Geschichten über Menschen, die etwas Tolles erleben – so die Aussage des Films – gibt es heute nicht mehr. Aber warum? Weil der Mensch gierig ist und das macht ihn hässlich. Goodbye Abenteuerfilm, Tschüss Buddymovie, Hallo „Trespass“!

Und weil ich eigentlich gar nicht mehr zu sagen habe, als dass ich den Film großartig finde, ende ich mit diesem von Wikiquote geklauten, aber sehr treffenden Sinnspruch: „Wohl dem Menschen, der Weisheit findet, und dem Menschen, der Verstand bekommt! Denn es ist besser, sie zu erwerben, als Silber; denn ihr Ertrag ist besser als Gold. Sie ist edler denn Perlen; und alles, was du wünschen magst, ist ihr nicht zu vergleichen.“

Amen.

Bild © Koch Media

All Is Lost (J. C. Chandor, USA 2013)

Posted by – 1. Juni 2014

Von „Gravity“ war ich, wie hier nachzulesen, doch recht begeistert. Vielleicht etwas zu sehr, wie ich nun denke. Nachdem ich J. C. Chandors „All Is Lost“ gesehen habe, kommt mir Alfonso Cuaróns Film fast schon geschwätzig vor. Chandor erzählt seine einfache Geschichte um einen Mann in Seenot als spannendes Survival-Abenteuer und intensives Ein-Mann-Kammerspiel mit einem überragenden Robert Redford. Aber wenn man will, kann auch Anklänge an Hemingways „Der alte Mann und das Meer“ und den Sisyphos-Mythos finden, ja möglicherweise sogar zwischen den Zeilen ein prometheisches Glimmen wahrnehmen. Es ist wahrscheinlich eine Binsenweisheit, dass Kunst im Allgemeinen und Filme im Speziellen immer auch das sind, was man als Rezipient daraus macht. Für „All Is Lost“ scheint mir das sogar in besonderem Maße zu gelten. An ihm, vor allem an seinem Ende, zeigt sich die Einstellung des Zuschauers zur Welt: Happy End à la Hollywood? Christliche Erlösungs- oder technokratische Allmachtsfantasie? Oder einfach nur ein Sinnbild der Absurdität des Seins? Deine Entscheidung! Etwas mehr dazu sage ich im AGM-Blog.

Black Narcissus (Michael Powell, Emeric Pressburger, England, 1947)

Posted by – 17. September 2013

BlackNarcisusVorher

Annika vom Blog „Die Filme, die ich rief“ befindet sich gerade auf einer filmischen Zeitreise. Unter dem Motto „Annika und die Wilde 13“ schaut sie 100 Filme, von 1913 bis 2013, aus jedem Jahr einen Film. Und weil so eine Reise manchmal sehr einsam sein kann, wollen wir ab und an ein kleines Stück des Weges mit ihr teilen. (Wir sind in diesem Fall Sebastian und ich.) Wir besuchen Annika im Filmjahr 1947. Auf dem Programm steht „Black Narcissus“ von Michael Powell und Emeric Pressburger. Bevor ich vor ein paar Wochen „The Red Shoes“ gesehen hatte, waren mir die beiden Filmemacher – ehrlich gesagt – gar kein Begriff. Nach dem grandiosen Ballett-Film bin ich allerdings sehr neugierig auf weitere Werke der beiden. Konkrete Erwartungen an „Black Narcissus“ habe ich nicht, aber Nonnen in einem indischen Bergkloster, hey – das klingt vielversprechend.

Mittendrin

Berge. Wind. Der Wind heult durch die ehemalige Palastanlage, die den arbeitsamen Nonnen nun als Kloster dient. Der fremde Ort, die fremden Menschen, die Höhe, Zweifel an der Mission. Ein Neffe des indischen Generals, ein verstoßenes Mädchen. Die Nonnen haben Kopfschmerzen, sie können nicht schlafen, Erinnerungen an ihre früheren Leben erwachen, an eine Zeit bevor sie sich dem Glauben verschrieben haben. Mr. Dean, britischer Verwalter des Orts zieht die Blicke der scheuen Frauen auf sich. Sind die Gefühle echt? Die Berge sind es nicht. Und der heilige Mann? Der schweigt.

Hinterher

Ein Tag ist Zwei Wochen sind vergangen, seit ich „Black Narcissus“ gesehen habe und ich bin immer noch etwas ratlos. Ratlos, weil mir der Film einerseits gut, ja sogar sehr gut gefallen hat, ich aber andererseits das Gefühl nicht loswerde, dass an ihm etwas nicht stimmte oder viellicht: dass ihm etwas fehlte. Er war opulent, die Geschichte vielschichtig und mit Deborah Kerr als Schwester Clodagh, Kathleen Byron als Schwester Ruth und David Farrar als Mr. Dean konnten mich auch die Darsteller überzeugen. Auf jeden Fall war es ein außergewöhnliches Filmerlebnis. Das Bühnenbild wurde zu Recht mit einem Oscar prämiert. Viele Kameraeinstellungen sind zum Niederknien. Und die Atmosphäre in dem Kloster ist sehr eigen. Aber genau an dieser Stelle, der Stimmung des Films, dabei wie er sich anfühlt oder eher wie er sich für mich anfühlen sollte, entstand ein emotionales Loch. Fünf Nonnen reisen in ein abgelegenes Dorf im Himalaya um in fast 3000 Metern Höhe eine Schule und ein Hospital aufzubauen. Und dann erzählen mir Powell & Pressburger eine bzw. drei Liebesgeschichte(n)? Ich glaube, mich hätte an dem Szenario eigentlich etwas anders interessiert. Ich hätte sehen wollen, wie es sich anfühlt dort oben auf dem Berg, wie die Frauen mit der Dorfbevölkerung in Konflikt kommen, wie sie krank werden, an ihrem Glauben zweifeln, den Verstand verlieren. Irgendwie so etwas. All das spielt auch tatsächlich eine Rolle, aber meiner Ansicht nach eben eine zu kleine.

Vielleicht wollte ich einfach einen anderen Film sehen. Da können Powell & Pressburger natürlich nur sehr bedingt etwas für. Der Academy hat „Black Narcissus“ damals jedenfalls gut gefallen. Deswegen gab es auch zwei Oscars, einmal für die beste Kamera, einmal für das beste Szenebild. Und Menschen so im Allgemeinen mögen ihn auch: Auf der Internet Movie Data Base hat der Film eine Wertung von fast 8/10; und auf Rotten Tomatoes sind alle Reviews „fresh“. Trotz der genannten Probleme mache ich es wie der heilige Mann im Film, ich schweige und reihe mich still in die positiven Wertungen ein. Ich freue mich nämlich schon auf meinen nächsten Powell & Pressburger (bei dem es sich wahrscheinlich um „Life And Death Of Colonel Blimp“ handeln wird). Und noch mehr freue ich mich, wenn sich die Wege auf Annikas filmischer Weltreise mal wieder kreuzen. Vielleicht ja schon in 10 Jahren, 1957. Da steht David Leans „The Bridge On The River Kwai“ auf dem Programm und den wollte ich eh schon seit langem mal nachholen

Hier geht es zu Annikas, hier zu Sebastians Text.

Bild © KSM
 

Life Of Pi (Ang Lee, USA 2012)

Posted by – 12. Dezember 2012

„Life Of Pi“ habe ich mit großem Vergnügen gelesen. Aber ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass man aus dem Roman einen guten Film machen kann. Jetzt weiß ich: man  kann. Bzw: Ang Lee kann. Und nicht nur einen guten, sondern einen ganz und gar großartigen Film.

Film (und Buch) handeltn von von Piscine Molitor Patel (Suraj Sharma), genannt Pi. Als sein Vater, ein Zoodirektor, beschließt in die USA auszuwandern, wird der ganze Zoo auf ein Schiff verfrachtet und los geht die Reise. Doch das marode Schiff gerät in einen heftigen Sturm – und kentert. Ehe sich Pi versieht befindet er sich auf einem Rettungsboot mit einem Zebra, einem Orang Utan, einer Hyäne und – einem riesigen, bengalischer Tiger namens Richard Parker.

Ich weiß gar nicht so genau, wo ich anfangen soll, „Life Of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ zu loben, weil alles an ihm so wahnsinnig gut ist. Ang Lees Entscheidung, voll und ganz auf digitale Effekte zu setzen, hat sich als richtig erwiesen. Die Effekte sind gelungen und stehen im Dienst der Narration. Auch das 3D fügt sich gut in die Geschichte ein. Aber es ist vor allem die inhaltliche Seite des Films, die fasziniert: „Life Of Pi“ ist Abenteuer- und Bildungsgeschichte sowie philosophische Abhandlung in einem. Immanuel Kant hat vor über 200 Jahren die Philosophie in drei Bereiche aufgeteilt und diese nach folgenden Fragen geordnet: „Was können wir wissen?“, „Was sollen wir tun?“ und „Was dürfen wir glauben?“  Im Film laufen die Antworten auf die Fragen auf spielerische Weise zusammen. Ohne Vernunft wäre Pi der Herausforderung des Überlebens auf See nicht gewachsen. Doch seine Reise über den Ozean erweist sich gleichzeitig als moralische Prüfung. Er steht immer wieder vor der Frage, welches Verhalten das Richtige ist. Die moralische Dimension des Films geht nahtlos in den Bereich der Spiritualität über. Religion und Glaube spielen hier eine unaufdringliche, aber zentrale Rolle. Am Ende laufen die drei philosophischen Kategorien, das Wissen, das Sollen und das Glauben zusammen und kulminieren in einer Frage, die der große Philosoph Kant wohl vergessen hat: Was wünschen sich Menschen eigentlich?

Lange Rede. „Life Of Pi“ ist nicht ganz ohne Kitsch und Pathos. Aber er ist auch mitreißend erzählt, magisch fotografiert und grandios gespielt; und vor allem erzählt Ang Lees Film eine unglaublich reichhaltige Geschichte, die einlädt, die Welt und sich selbst neu zu entdecken.

Die gleiche Meinung, aber ausführlicher, kann in der Januarausgabe der AGM nachgelesen werden.

Bild © Twentieth Century Fox