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Born To Fight (Hoi Mang, USA / Hongkong 1989)

Posted by – 14. März 2014

Born To Fight

#MARCHialArts 5

In den 1980ern habe ich so ziemlich alles mitgenommen, was das Fernsehen an Kung-Fu-Filmen im Angebot hatte. Später kam dann noch die Auswahl aus der heimischen Videothek dazu. Um Filme mit Cynthia Rothrock habe ich meist einen Bogen gemacht. Die erneute Begegnung mit ihr vor ein paar Tagen hat meine Vorurteile zwar nicht gänzlich aus dem Weg geräumt, mir aber gezeigt, dass ich Filme mit der blonden Kung-Fu-Lady heute anscheinend einigermaßen gut unterhalten überstehe.

In „Born To Fight“ (OT: Shi jie da shai), auch bekannt unter dem Titel „The Blonde Fury“ und etlichen weiteren Namen, geht es um die kampfstarke FBI-Agentin Cindy (Cynthia Rothrock), die nach Hongkong geschickt wird, um eine Geldfälscherbande hochzunehmen. Da vermutlich Zeitungsverleger Ron Deck (Ronny Yu) dahintersteckt, wird Cindy als Reporterin bei dessen Zeitung eingeschleust.  Bis sie herausfindet, dass Deck wirklich der Drahtzieher ist, vergeht nicht viel Zeit. Dementsprechend dauert es auch nicht lange, bis Cindy ihre Martial-Arts-Kenntnisse unter Beweis stellen muss.

Um die Qualitäten von „Born To Fight“ richtig zu würdigen, müsste man eigentlich noch auf weitere Figuren eingehen.  Da ist z.B.  Cindys Freundin Judy (Elizabeth Lee) und deren Vater Yu (Roy Chiao). Dieser ist Staatsanwalt und Hauptankläger im Falle Ron Deck sowie ein paar  trottelige Cops, die dem Zuschauer so manche Szene vermiesen oder versüßen – ganz nach Stimmung. Ich war anscheinend gut drauf, denn mich hat der ganze Klamauk, der sonst eher nicht mein Fall ist, hier nicht gestört. Ich empfand ihn sogar als bereichernd, weil er die Kämpfe in ein anderes Licht rückt. Bis es so richtig los geht und Rothrock auf Betriebstemperatur kommt, vergeht zwar ein wenig Zeit – die besseren Fights finden sich in der zweiten Filmhälfte –, aber wenn „Born To Fight“  erst einmal Fahrt aufgenommen hat, häufen sich die abgefahrenen Ideen, die für so manches entschädigen. Nicht so mein Fall waren z.B. der etwas schnelle Schnitt und der übermäßige Gebrauch von Zeitraffer und Zeitlupe. In seinen stärksten Momenten, dann, wenn es hart auf hart kommt, ist „Born To Fight“  allerdings richtig groß! Da ziehen die Kontrahenten auch schon mal das Sakko aus und Rothrock zeigt, dass hochhackige Schuhe und Feminismus durchaus vereinbar sind. Das kann man sich echt mal ganz gut angucken!

Bild © Splendid