Tag: Romanverfilmung

Notizen #6

Posted by – 25. Februar 2016

The Martian (Ridley Scott, USA 2015)

Buch gelesen, Film nachgeholt. Ein Kinoereignis ist „The Martian“ von Ridley Scott ohne Frage – auf dem heimischen Fernseher ohne gutes Soundsystem entfaltet er seine Wirkung allerdings nur bedingt. Außerdem hat der Film das gleiche Problem wie das Buch: Schlaue Menschen finden technische Lösungen für technische Probleme, aber das „Menschliche“ kommt in Film und Vorlage so gut wie nicht vor. Die größte Emotion löst hier noch der Bowie-Song „Starman“ aus. Sicherlich, was interessieren Befindlichkeiten, wenn es darum geht, einen Astronauten (Matt Damon) vom Mars zu retten? Mit Jammern, Tränen ist niemandem geholfen, der sich in einer solchen Notlage befindet. Hier geht es darum, was der Homo Sapiens kraft seines Verstandes erreichen kann. Die Verneigung vor der Wissenschaft ist Scott mit seinem Film auf jeden Fall gelungen, ein echtes, menschliches Drama allerdings nicht.

Green Inferno (Eli Roth, USA / Chile 2014)

An Eli Roth scheiden sich die Geister. Bis ich „Hostel 2“ gesehen hatte, hielt auch ich ihn für einen interessanten Filmemacher. Auf „Green Inferno“ war ich trotzdem irgendwie gespannt, vielleicht weil ich dachte, dass das ohnehin schon recht fürchterliche Genre des Kannibalen-Films durch Roths Provokationsdrang vielleicht noch etwas dazugewinnen könnte. Doch man merkt schnell: Roth hat keine wirkliche Idee, was er zum Genre beizusteuern hat. Deswegen orientiert er sich sehr nah an den Genre-Vorbildern sowie an seinem eigenen „Hostel“: Eine lange Exposition, das – je nach Sichtweise – mehr oder weniger geschickte Spiel mit Vorurteilen gegen fremde Kulturen und heftige Gewaltexzesse. Leider funktioniert das bei „Green Inferno“ nicht. Diente die Einleitung bei „Hostel“ noch dem Spannungsaufbau, ist sie hier größtenteils langweilig, die Figuren geben wenig her; und im Kannibalenfilm ist dann irgendwie doch zu klar, worauf das alles hinausläuft. Interessant ist der Film am ehesten noch deswegen, weil hier die Verhältnisse mehrmals komplett auf den Kopf gestellt werden: Wer hier gut und wer böse ist, darüber kann man genauso lange sinnieren wie über das wenig glaubwürdige aber trotzdem provokante Ende, wo eine der überlebenden Figuren eine wenig nachvollziehbare aber trotzdem denkwürdige Entscheidung trifft. Daran, dass bei Eli Roth die Meinungen auseinandergehen, wird auch „Green Inferno“ nichts ändern.

Dredd (Pete Travis, USA 2012)

Extreme Situationen erfordern extreme Maßnahmen. Das sieht man nirgends so gut wie an der Comic-Figur Judge Dredd, die in einem postapokalyptischen Amerika für Recht und Ordnung sorgt. Ich weiß auch nach der Zweitsichtung (ein paar Sätze zur ersten gibt’s hier) nicht genau, ob mir der zynische Ton des Films wirklich gefällt, aber ich bin immer noch der Meinung, dass bei Pete Travis so gut wie alles stimmt. Die Geschichte (Alex Garland), das visuelle Konzept des Regisseurs und von Kameramann Anthony Dod Mantle, der schon für einige Dogma-Filme tätig war, die Schauspieler (Karl Urban als Judge Dredd, Olivia Thirlby als seine Partnerin, die großartige Lena Headey als fieser Gangsterboss) – hier passt alles. So bin ich denn fast geneigt, „Dredd“ zu meinen Lieblings-Comicverfilmungen zu zählen, aber da wäre wohl voreilig, denn ich kenne die Comics ja gar nicht. Da ich ohnehin gerade dabei bin, mich mit Bilderbüchern zu beschäftigen, wäre es wohl auch eine gute Gelegenheit, mir mal „Judge Dredd“ näher anzuschauen. Lesetipps nehme ich gerne entgegen.

Maze Runner: The Scorch Trials (Wes Ball, USA 2015)

Den ersten Teil („Maze Runner“) hatte ich noch recht wohlwollend aufgenommen. Er hat mir sogar besser gefallen als die Buchvorlage. Den zweiten Roman habe ich angefangen, aber wegen künstlerischer Differenzen zwischen mir und dem Jugendbuch-Autor James Dashner nicht zu Ende gelesen, dafür den Film dann vor ein paar Tagen nachgeholt. Leider ist nichts von den Dingen übrig, die ich am ersten Teil mochte. Thomas (Dylan O’Brien) und seine ebenfalls aus dem Labyrinth entkommenen Freunde verschlägt es in „Maze Runner: The Scorch Trials“ zuerst direkt in die Hände der Organisation WCKD (World Catastrophe Killzone Department) und gleich danach, verfolgt vom undurchsichtige WCKD-Agenten Janson (Aidan Gillen) und seinen Schergen, in ein verbranntes Ödland, in dem zahlreiche Gefahren lauern. Trotzdem wollte bei mir nicht so recht Spannung aufkommen, im Gegenteil – ich fand die Hatz nach kürzester Zeit unglaublich ermüdend. Ob das daran liegt, dass das Geheimnis um das Labyrinth im ersten Teil in ein 08/15-Plot um eine zwielichtige Organisation transformiert wurde, dass zwischen den Figuren nichts Interessantes passiert, oder dass Wes Ball kein Regisseur ist, der die beiden Punkte in irgendeiner Form kompensieren könnte. Meine Freude auf den nächsten Teil, „Maze Runner 3: The Death Cure“, hält sich deswegen in Grenzen.

Inherent Vice (Paul Thomas Anderson, USA 2014)

Posted by – 15. August 2015

Inherent ViceIm Los Angeles der 1970er Jahre arbeitet Larry „Doc“ Sportello (Joaquin Phoenix) als Privatdetektiv – wenn er den Tag nicht gerade stoned im Marihuana-Nebel auf dem Sofa verbringt. Dann taucht seine Ex-Freundin Shasta Fay Hepworth (Katherine Waterston) auf, und er hat einen neuen Fall: er soll ihren Liebhaber, den Immobilienhai Mickey Wolfmann (Eric Roberts) retten, den dessen Frau Sloane (Serena Scott Thomas) und deren Lover Riggs Warbling (Andrew Simpson) in eine psychiatrische Anstalt stecken wollen. Doch kaum hat Sportello erste Nachforschungen anstellt, überschlagen sich die Ereignisse – Shasta wie auch Wolfmann sind plötzlich verschwunden, sein Freundfeind, der Cop Christian „Bigfoot“ Bjornsen (Josh Brolin), tritt ihm die Tür ein, und dann wird Sportelle auch noch in der Wüste niedergeschlagen. Soweit alles klar? Sportello jedenfalls nicht. Aber das hält ihn nicht davon ab, sich von da an noch mehr in den Fall zu hängen.

„Boogie Nights“, „Magnolia“, „Punch-Drunk Love“, „There Will Be Blood“,„The Master“ – Paul Thomas Anderson macht sehr unterschiedliche aber ohne Frage brillant Filme. Doch mit ihrer Makellosigkeit geht auch eine gewisse Kälte einher, die es mir schwer macht, sie richtig zu mögen – von großer Liebe ganz zu schweigen. Das gilt auch für die Thomas-Pynchon-Verfilmung „Inherent Vice“. In dieser somnambul-dämmrigen Krimi-Face, zeigt Anderson weitere Facetten seines Könnens, aber auch diesmal bin ich nicht so richtig war mit dem Film geworden. Anderson ist der Erste, der sich an eine Verfilmung eines Romans des geheimnisvollen Thomas Pynchon gewagt hat, und man könnte sagen – hier haben sich zwei gefunden, denn beide Künstler sind in ihrem Schaffen überaus eigensinnig. Das kommt „Inherent Vice“ doppelt zu gute. Auf der inhaltlichen Ebene fordert der skurrile Zeitgeist-Krimi-Plot heraus, die Inszenierung von Anderson schafft es aber irgendwie einen ästhetischen Sinn über diesen „Unsinn“ zu legen, so dass es der Geschichte möglich wird, auch als Film zu funktionieren. Und auch wenn es, wie gesagt, die große Liebe zwischen mir und dem Film nicht geworden ist, habe ich es trotzdem irgendwie genossen habe, mit Doc Sportello durch diese Geschichte zu gleiten. Den Faden hatte ich recht schnell verloren, glaube ich jedenfalls, vielleicht auch nicht, egal, jedenfalls, „Big Lebowski“ trifft hier „China Town“ und „Der Tod kennt keine Wiederkehr“. Und dann ist da natürlich noch viel Anderson-Eigenes, die Kälte und Distanz, die den Film irgendwie unnahbar macht und einen außen, ihn aber auch zu dem macht, was er ist, einen weiteren verdammt starken Film von Paul Thomas Anderson nämlich: kryptisch, kühl und clever. Und auf seine sehr spezielle lethargische Art und Weise brüllend komisch.

© Warner Bros.

I Am Legend (Francis Lawrence, USA 2007)

Posted by – 6. Februar 2015

i am legendTeil zwei und drei von „The Hunger Games“ – famos, „Constantin“ – ebenfalls sehr gut. Nachdem ich nun mich schon innerlich darauf eingestellt hatte, mit Neusichtung von „I Am Legend“ ein Loblied auf Francis Lawrence zu verfassen, wurde ich doch schnell auf den Boden zurückgeholt. Nicht, dass der Film auf visueller Ebene nicht überzeugend wäre, aber aus einem schlechten Script (verantwortlich hierfür Mark Protosevich & Akiva Goldsman) kann auch ein guter Regisseur kein Meisterwerk machen.

„I Am Legend“ handelt von dem Virologen Lt. Colonel Dr. Robert Neville (Will Smith). Als einer der letzten Überlebenden einer Seuche, die ihre Opfer in blutrünstige Bestien verwandelt, versucht Neville fieberhaft ein Gegenmittel zu finden. Der Film nach dem gleichnamigen Roman von Richard Matheson wurde z.B. mit „The Last Man on Earth“ (1964) „The Omega Man“ (1971) „I Am Ωmega“ (2007) schon mehrfach für’s Kino adaptiert und wahrscheinlich diente die Geschichte zusätzlich als Blaupause für etliche weitere Filme. Lawrences Version gehört visuell sicherlich zu einer der stärksten. Schon der Beginn, wenn man den Protagonisten mit seinem Hund in einer schicken Karre durch die menschenleeren Häuserschluchten New York Citys fahren sieht, ist hochgradig atmosphärisch. Der Anfang hat mir fast noch besser gefallen als der des kürzlich von mir gesehenen „28 Days Later“, in dem sich die Hauptfigur und mit ihr der Zuschauer zunächst in einem (scheinbar) entvölkerten Szenario zurechtfinden muss. Boyles Film hat mir insgesamt trotzdem wesentlich besser gefallen.

Drei Gründe sind es, die mich an „I Am Legend“ stören (zwei davon sind sehr subjektiv, einer vielleicht nicht ganz so). Erstens: Ich sehe Will Smith nicht ungern. Dass er den Scientologen nah steht, hat nichts damit zu tun, dass er ein paar verdammt gute Filme gemacht hat. Ganz subjektiv stelle ich aber fest: In die Rolle des Robert Neville passt er (für mich) einfach nicht. Nicht ganz so sehr, aber immer noch subjektiv behaupte ich: Er ist den Anforderungen dieser Rolle nicht gewachsen. Das Leid und die Verzweiflung seiner Figur, wie auch das, was sie antreibt, glaubhaft herüberzubringen, will ihm in meinen Augen nicht so ganz gelingen. Aber es ist für andere wahrscheinlich müßig, Geschmacksurteile darüber zu lesen, ob ich finde, dass jemand gut oder schlecht schauspielert, deswegen gleich zu zweitens, und das ist wohl ebenfalls Geschmackssache: Die vampirartigen Pixel-Wesen aus dem Computer sehen in meinen Augen doof aus. Mich haben diese Animationen jedenfalls immer wieder rausgerissen, ich finde sie schlecht designt, sie bewegen sind unnatürlich und sehen übertrieben aus. Wer das nicht findet, hat definitiv ein erhebliches Problem weniger mit dem Film. Aber nun zu drittens. Von diesem Punkt glaube ich, dass er nicht nur mit meinem Geschmack zu tun hat, sondern dass der Film hier wirklich „kaputt“ ist. Der Roman von Matheson hat eine Pointe, zum Schluss verschieben sich die Perspektiven und der Leser erhält eine ganz neue Sicht auf die Geschichte. Der Film verzichtet auf diese Wendung. Die Story wurde umgeschrieben und so auch ihrer Aussage und Kraft beraubt.

Ich bin niemand der notorisch fehlende Werktreue anmahnt, aber wenn wie in diesem Fall nichts übrig bleibt als ein phasenweise atmosphärischer, aber CGI-überfrachteter und inhaltlich armer Film, der so offensichtlich hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt, dann finde ich das sehr sehr schade.

Bild © Warner Bros.

Dracula 3D (Dario Argento, Frankreich, Italien, Spanien 2012)

Posted by – 15. August 2014

Dracula ArgentoDer Roman „Dracula“ des irischen Schriftstellers Bram Stoker, gehört sicherlich zu den bekanntesten Werken der phantastischen Literatur. Ich habe meine erste Bekanntschaft mit dem Grafen durch ein Hörspiel aus dem Hause Europa gemacht. Ein paar Jahre später war Stokers Roman der erste, den ich auf Englisch gelesen habe. Und auch heute noch ist mir das Vampir-Sujet eines der liebsten innerhalb der Phantastik.

Wenn sich ein Meisterregisseur wie Dario Argento des Stoffes annimmt, hätten die Herzen der Cineasten noch vor einer Dekade vor Freude höher geschlagen. Doch die Zeiten, in denen der 1940 in Rom geborene Filmemacher herausragende oder, wie manche sagen, auch nur sehenswerte Filme gemacht hat, sind wohl vorüber. So ist auch seine Version des „Dracula“-Stoffs – die entgegen anderslautendem Marketing-Geschwurbel nur sehr rudimentär Stokers Geschichte erzählt – völlig ohne inszenatorische Raffinesse und erinnert bisweilen an minderbemitteltes, mit lustlosen Laien besetztes Bauerntheater.

„Eine berauschende Hyper-Trash-Erfahrung“ steht auf dem zugegeben ganz hübschen Blu-Ray-Cover. Da will ich gar nicht widersprechen. Das erlebt sich leider weniger schön, als es klingt. Wenn Otto-Normal-Zuschauer schon enttäuscht ist wird der eingeschworene Argento-Fan ist über alle Maßen entsetzt sein! WAS SOLL DAS? Erst liefert er, statt des von Fans ersehnten Abschlusses der Mütter-Trilogie, einen Haufen Schund ab („Mother Of Tears“, 2007), dann benennt er einen filmischen Totalausfall nach dem Genre, das er mitbegründet hat („Giallo“, 2009) – und jetzt demoliert er,„Meisterregisseur“Argento, auch noch die bedeutendste aller Horrorgeschichten. Deutlicher als hier konnte er wohl den Forderungen, die seit Jahren an ihn gestellt werden, nun wirklich keine Abfuhr erteilen. „Vai a farti fottere“ scheint er in Richtung seiner Fans zu rufen. Aus dem Meister der „tödlichen Kunst“ ist ein Virtuose der Zerstörung des eigenen Werks geworden. Früher ist er den schönen Körpern mit Messer zu Leibe gerückt, heute richtet sich sein destruktives Genie gegen die Prinzipien der Ästhetik als solche, ja die Kunst an sich.

Nur mit an Selbstaufgabe grenzender Anstrengung lässt sich hierin das Aufblitzen einstiger Fähigkeiten des Regisseurs erkennen. War es da nicht gerade, ein zartes Funkeln, am Grunde dieses trostlosen Meeres aus digitaler Asche? Da war doch etwas, irgendetwas, oder?

Bild © Koch Media

Village of the Damned (John Carpenter, USA 1995)

Posted by – 27. Juli 2014

Village Of The DamnedJohn Carpenter hatte seinen Zenit bereits überschritten als er sich zum zweiten Mal an dem Remake eines Klassikers versuchte. Nachdem ihm seine Version von „ The Thing“ Weltruhm bescherte, konnte er mit seiner Neuinterpretation von Wolf Rillas „Village of the Damned“ (1960) niemanden so recht beeindrucken. – Mit diesem Hintergrundwissen habe ich mir Carpenters Film (einer der wenigen, die ich bisher nicht kannte) angesehen und ich muss leider eingestehen: Viel zur Ehrenrettung dieses Werks fällt mir so überhaupt nichts ein.

Die Bewohner des Küstendorfs Midwich bereiten sich gerade auf ein Dorffest vor, als um Punkt 10 Uhr alle Menschen und Tiere für exakt 6 Stunden in Ohnmacht fallen. Weder der Dorfarzt Alan Chaffee (Christopher Reeves), noch die Wissenschaftlerin Dr. Susan Verner (Kirstie Alley) von der National Science Foundation haben dafür eine Erklärung. Und nun folgt eine Reihe unheimlicher Ereignisse…

Ich kenne die Romanvorlage „The Midwich Cuckoos“ von John Wyndham nicht. Die Idee, dass nach einer Massen-Bewusstlosigkeit alle Frauen des Dorfs schwanger sind und bald darauf zahlreiche Kinder von ähnlichem Aussehen geboren werden, die sich im Verlauf der Handlung als äußerst bösartig herausstellen, finde ich jedenfalls schon richtig klasse. Was mir vor allem daran gefällt, ist, dass die Frauen die Kinder bekommen und großziehen. Der genrekundige Zuschauer erkennt natürlich die Gefahr, und auch die Frauen scheinen zumindest eine Ahnung zu haben, doch die Kinder sind in ihnen gewachsen, sie haben sie auf die Welt gebracht und können nun nicht anders, als sie zu lieben. Die Mütter sind auf ihre „Kuckuckskinder“ geprägt. Aber das ist nicht Carpenters noch die Idee des Drehbuchautoren David Himmelstein gewesen und deswegen kann ich den Film schlecht hierfür loben. Loben kann ich ihn allerdings dafür, wie er sie in Szene setzt. Das macht er ordentlich, routiniert – leider auch konventionell und gemessen daran, was er eigentlich als Regisseur drauf hat, einfallslos. Ich bin beileibe kein Carpenter-Purist, der nur seine klaustrophobischen, von prägnantem Score untermalten Filme mag. Und ich rechne ihm auch nicht jeden peinlichen Macho-Moment über alle Maßen kritisch an. Aber „Village of the Damned“ hat bei mir trotzdem nicht gezündet. Wer weiß, hätte ich ihn als Kind gesehen, vielleicht hätte er sich auf ewig einen Platz in meinem Herzen erobert.

Einen Film zum ersten Mal sehen, ist ja immer einen wenig wie ein Samenkorn pflanzen. Schöne Sache! Trotzdem interessieren mich mehr die Früchte. Deswegen warte ich nun ein paar Jahre und gebe dem Film dann noch eine Chance. Mal sehen, was bis dahin aus ihm geworden ist.

Bild © Universal Pictures

Carrie (Kimberly Peirce, USA 2013)

Posted by – 27. Oktober 2013

#horrorctober 7

Als ich vor einiger Zeit gehört habe, dass „Boys Don’t Cry“-Regisseurin Kimberly Peirce „Carrie“ verfilmt, war ich sehr gespannt. Ein weiblicher Blick auf die Novelle von Stephen King, der andere Aspekte der Geschichte betonen würde als die Filmversion von Brian de Palma hätte mich sehr interessiert. Das Ergebnis ist allerdings viel weniger spektakulär als ich gehofft habe. Sehr ähnlich dem Vorgänger, aber nicht so gut. Was genau mich an dem Film stört, erzähle ich im AGM-Blog (und warum ich de Palmas „Carrie“so mag, könnt hier noch einmal hier nachlesen).

Ender’s Game (Gavin Hood, USA 2013)

Posted by – 19. Oktober 2013

enders gameIch unterbreche kurz den #Horrorctober, um meine Enttäuschung über „Ender’s Game“ kundzutun. Ich habe mir den Film schon gewünscht, da war er noch lange nicht in Planung. Und als ich dann gehört habe, dass er tatsächlich realisiert werden soll, habe ich einen Freudentanz aufgeführt. Auch die Nachricht, dass erst Wolfgang Petersen, später dann Gavin Hood die Regie übernehmen sollte, hat mich zwar kurz erschreckt, meinen tiefen Glauben daran, dass man aus der großartigen Romanvorlage von Orson Scott Card keinen schlechten Film kann, nicht erschüttert. Und wirklich schlecht ist das Ergebnis auch nicht geworden. Der Vorlage wird es trotzdem kaum gerecht.

Es herrscht Krieg zwischen Menschen und einer feindlichen, Bugger genannten, Alien-Rasse. Die erste Attacke der Außerirdischen konnte zwar durch den legendären Kommandanten Mazer Rackham (Ben Kingsley) zurückgeschlagen werden, doch 50 Jahre später droht wieder die Gefahr einer Invasion. Unter der Leitung von Colonel Graff (Harrison Ford) sucht das Militär fieberhaft unter den talentiertesten Kindern dasjenige, das als Befehlshaber die menschliche Flotte anführen soll. Heißester Kandidat ist ein brillanter Junge namens Andrew „Ender“ Wiggin (Asa Butterfield). Die Ausbildung ist erbarmungslos hart: Auf der Kommandanten-Schule im Orbit der Erde stößt der Junge an seine physischen und psychischen Grenzen.

Cards „Ender’s Game“ ist meiner Meinung nach ein wichtiges Werk der Science Fiction, nicht nur weil es sehr einfühlsam und spannend erzählt ist, sondern weil es etwas Elementares zu den Themen Konflikt und Beziehungen zu sagen hat. Das unmenschliche, manipulative Erziehungssystem, das kalte Logik und zweckrationales Kalkül predigt, bringt den empathischen Ender schließlich durch Betrug dazu, seine Fähigkeiten gegen seine moralische Intuition einzusetzen. Am Schluss steht ein Sieg, der eigentlich eine gigantische, vielleicht sogar die größte vorstellbare Niederlage darstellt. Es ist alles so unglaublich traurig. Und man möchte den Roman im Lichte des neuen Wissens eigentlich gleich noch einmal lesen, um alles besser verarbeiten zu können.

Gavin Hoods Romanadaption hat sicherlich ihre Qualitäten. Dazu gehören einige visuelle Ideen. Die Vorlage enthält einige Herausforderungen, wie die filmische Umsetzung des Kampfraums in dem die Kinder in Schwerelosigkeit gegen einander kämpfen. Z.B. hier hat Hood gute Arbeit geleistet. Weiterhin positiv fallen einige Darsteller ins Auge, wie der junge Asa Butterfield, der in der schwierigen Rolle des verletzlichen Wunderkinds Ender überzeugt; oder auch Abigail Breslin, die zwar nicht viel Screentime hat, ihre wenigen wenigen Momente als Enders Schwester Valentine und gutes Gegenstück überzeugend nutzt. Besonders gut ist Hoods Film außerdem immer dann, wenn es ihm gelingt, die Situation, in der sich Ender befindet, seine (inneren) Konflikte und die Beziehungen zu anderen, deutlich zu machen. Ender vereint in sich das Einfühlungsvermögen und die Sanftmut seiner Schwester mit der kalten Intelligenz und Brutalität seines Bruders Peter (Jimmy Pinchak). Das macht ihn zu einem brillanten Anführer, aber auch zu einer sensiblen, zerbrechlichen Person. Und er ist kurz davor kaputt zu gehen, sei es durch den Druck seiner Ausbilder, die Last der Verantwortung oder auch das verstörende, Mind Game genannte Computerspiel, mit dem er sich während der kurzen Trainingspausen  die Zeit vertreibt. Hood lässt durchaus Interesse an den Konflikten der Hauptfigur erkennen. Über viele für das Verständnis der Geschichte relevanten Handlungsabschnitte erzählt er trotzdem  zu schnell hinweg. Ob die ganze Tragweite der Ereignisse denen, die nicht mit der Romanvorlage vertraut sind, klar wird? Ich habe meine Zweifel. Gleiches gilt für die ethisch/moralische Dimension der Geschichte. Die ist im Film zwar noch vorhanden, droht aber hinter der auf Action und Überwältigung ausgelegten Inszenierung fast zu verschwinden.

Der Roman von Card hätte einen ganz großen Film möglich gemacht. Die Chance nutzt Hood, der sich schon bei „X-Men Origins: Wolverine“ nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, nur bedingt. Das Ergebnis ist zwar kein Desaster, aber auch ein Film, der hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt – weil es Hood nicht gelingt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich habe mich anfangs ja schon als Fan des Buches geoutet. Und als solcher bin ich enttäuscht, weil mir einfach zu viel von dem, was die Geschichte eigentlich ausmacht, zu kurz kommt.

Bild © Constantin Film
 

Oz: The Great And Powerful (Sam Raimi, USA 2013)

Posted by – 28. Februar 2013

OZ

Am Anfang ein Geständnis: Ich habe weder das Kinderbuch von Lyman Frank Baum gelesen noch Victor Flemings Filmklassiker „The Wizard Of Oz“ (1939) gesehen. Die Geschichte ist mir nur in Grundzügen bekannt. Aber auch nahezu völlig ahnungslos ist Sam Raimis „Oz: The Great And Powerful“ ein faszinierendes, schelmisches und auf gewisse Weise herrlich altmodisches Stück Kino.

Der Zirkuszauberer Oscar Diggs (James Franco) wird durch einen Sturm plötzlich aus dem verschlafenen Kansas ins Zauberland Oz geschleudert. Die Bewohner glauben in ihm den großen Zauberer von Oz gefunden zu haben. Anfangs hat Oscar nichts dagegen, schließlich winkt nicht nur der Thron, sondern auch unvorstellbarer Reichtum und ein Techtelmechtel mit den hübschen Hexenschwestern Theodora (Mila Kunis) und Evanora (Rachel Weisz). Doch dann erfährt er, dass Ruhm und Reichtum seinen Preis haben: Er, der „Zauberer von Oz“, ist nämlich dazu auserkoren, Theodoras und Evanoras böse Schwester, die mächtige Hexe Glinda (Michelle Williams) zu besiegen.

Bei den Notizen zu „X-Men: First Class“ hatte ich geschrieben, dass mir nicht viele gute Prequels einfallen. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob man das, was Raimi hier macht, als klassisches Prequel bezeichnen kann – jedenfalls wird die Vorgeschichte des Zaubers von Oz thematisiert und erzählt, wie er überhaupt nach Oz gekommen ist. Ich will aber meinen, dass ihm wiedermal ein faszinierendes Werk gelungen ist, dem die Lust am Filmemachen, ja sogar pure kinematische Energie aus jeder Pore dringt. Wobei ich vermute, dass nicht jeder von dem Film unbedingt begeistert sein wird. Denn nach dem großartigen Schwarz-Weiß-Intro auf dem Jahrmarkt kann man sich bei den ersten farbigen Oz-Szenen durchaus an die klebrigen Fantasielandschaften von Peter Jacksons „The Lovely Bones“ oder der CGI von Tim Burtons missratenem „Alice In Wonderland“ erinnert fühlen. Doch wie alles an dem Film sind auch die naiven Bilder ein Trick.

Über Raimis Fähigkeiten als Regisseur sowie dessen Stil (Kamerafahrten, Montagen, etc.) muss man an dieser Stelle wahrscheinlich nicht viele Worte verlieren. Aber ich denke, im Falle von „Oz: The Great And Powerful“ sollte man sich vorab noch einmal bewusst machen, dass man den Film eines echten Könners sieht. Eine der Grundregeln für Kritik besagt, dass man das Objekt seiner Kritik erst einmal „so stark wie möglich machen“ sollte. Die vermeintlichen Schwächen eines Films zerplatzen bei gründlicher und fairer Auseinandersetzung mit ihm manchmal auch wie eine Seifenblase. Das gilt natürlich nicht nur für den Film, sondern für jede andere Form von Kulturgut. Im Falle von Raimis „Oz“ lohnt es sich, diese positive Grundeinstellung zu promoten. Es könnten einem – vermute ich – sonst die viele Finessen entgehen.

Der Schlüssel, der einem die Tür zum Raimis Stück aufsperrt, ist die Einsicht, dass Oz ein Film über die künstlerische Tätigkeit oder auch übers Filmemachen ist. Filme, die sich selbst zum Thema haben, gibt es einige. Beachtenswert an „Oz: The Great And Powerful“ ist meines Erachtens aber, dass er die Mechanismen hinter der Illusion offenlegt. Insofern ist er weniger ein Loblied auf das ätherische Reich der Fantasie, sondern eine Ode an die Schaffenskraft – und das ist vor allem erst einmal Arbeit. Die eigentliche Pointe an Raimis  ist allerdings noch eine andere: „Oz: The Great And Powerful“ ist ein Meisterstück über das Thema Täuschung. Subversiv, wie der Film ist, betrügen sich nämlich nicht nur alle Figuren gegenseitig – Raimi führt auch den Walt-Disney-Konzern mit diesem trojanischen Pferd an der Nase herum – und gewiss einen Teil des Publikums ebenfalls. Dieses Kunststück sollte sich niemand, der Filme liebt, entgehen lassen.

Bild © Walt Disney
 

Life Of Pi (Ang Lee, USA 2012)

Posted by – 12. Dezember 2012

„Life Of Pi“ habe ich mit großem Vergnügen gelesen. Aber ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass man aus dem Roman einen guten Film machen kann. Jetzt weiß ich: man  kann. Bzw: Ang Lee kann. Und nicht nur einen guten, sondern einen ganz und gar großartigen Film.

Film (und Buch) handeltn von von Piscine Molitor Patel (Suraj Sharma), genannt Pi. Als sein Vater, ein Zoodirektor, beschließt in die USA auszuwandern, wird der ganze Zoo auf ein Schiff verfrachtet und los geht die Reise. Doch das marode Schiff gerät in einen heftigen Sturm – und kentert. Ehe sich Pi versieht befindet er sich auf einem Rettungsboot mit einem Zebra, einem Orang Utan, einer Hyäne und – einem riesigen, bengalischer Tiger namens Richard Parker.

Ich weiß gar nicht so genau, wo ich anfangen soll, „Life Of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ zu loben, weil alles an ihm so wahnsinnig gut ist. Ang Lees Entscheidung, voll und ganz auf digitale Effekte zu setzen, hat sich als richtig erwiesen. Die Effekte sind gelungen und stehen im Dienst der Narration. Auch das 3D fügt sich gut in die Geschichte ein. Aber es ist vor allem die inhaltliche Seite des Films, die fasziniert: „Life Of Pi“ ist Abenteuer- und Bildungsgeschichte sowie philosophische Abhandlung in einem. Immanuel Kant hat vor über 200 Jahren die Philosophie in drei Bereiche aufgeteilt und diese nach folgenden Fragen geordnet: „Was können wir wissen?“, „Was sollen wir tun?“ und „Was dürfen wir glauben?“  Im Film laufen die Antworten auf die Fragen auf spielerische Weise zusammen. Ohne Vernunft wäre Pi der Herausforderung des Überlebens auf See nicht gewachsen. Doch seine Reise über den Ozean erweist sich gleichzeitig als moralische Prüfung. Er steht immer wieder vor der Frage, welches Verhalten das Richtige ist. Die moralische Dimension des Films geht nahtlos in den Bereich der Spiritualität über. Religion und Glaube spielen hier eine unaufdringliche, aber zentrale Rolle. Am Ende laufen die drei philosophischen Kategorien, das Wissen, das Sollen und das Glauben zusammen und kulminieren in einer Frage, die der große Philosoph Kant wohl vergessen hat: Was wünschen sich Menschen eigentlich?

Lange Rede. „Life Of Pi“ ist nicht ganz ohne Kitsch und Pathos. Aber er ist auch mitreißend erzählt, magisch fotografiert und grandios gespielt; und vor allem erzählt Ang Lees Film eine unglaublich reichhaltige Geschichte, die einlädt, die Welt und sich selbst neu zu entdecken.

Die gleiche Meinung, aber ausführlicher, kann in der Januarausgabe der AGM nachgelesen werden.

Bild © Twentieth Century Fox
 

Carrie (Brian de Palma, USA 1976)

Posted by – 19. August 2012

Der gestrige Abend hat sich dahingehend entwickelt, dass ich zumindest zwei meiner drei Lieblingsverfilmungen von Stephen-King-Romanen einer Neusichtung unterzogen habe. Als erstes stand „Carrie“ auf dem Programm.

Die 16-jährige Carrie White (Sissy Spacek) steht unter der Fuchtel ihrer fanatisch-religiösen Mutter Margaret (Piper Laurie). Auch in der Schule hat es Carrie nicht leicht. Ihre Mitschülerinnen sehen in dem stillen, etwas sonderbaren Mädchen ein leichtes Opfer. Als die unaufgeklärte Carrie dann auch noch nach dem Sportunterricht unter der Dusche das erste Mal ihre Tage bekommt, kennt der Hohn und Spott der Mädchen keine Grenzen. Nur Sue (Amy Irving) hat Mitleid mit Carrie. Um  sie wieder aufzubauen und ihr etwas Selbstbewusstsein zu geben, überredet sie ihren Freund Tommy (William Katt) Carrie zum Abschlussball auszuführen. Doch Mitschülerin Chris (Nancy Allen) bekommt davon Wind und fasst einen Plan, wie sie es Carrie auf dem Abschlussball so richtig zeigen kann.

Schon die ersten Minuten haben mich vollständig in den Bann gezogen. Die Duschszene gehört dank De Palmas Genie und Sissy Spaceks hingebungsvollem Spiel zu den intensivsten und traurigsten Filmmomenten, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Schon diese ersten Augenblicke verraten und präsentieren ein schmerzhaft pessimistisches Bild der Natur des Menschen. Im weiteren Verlauf finden sich ebenfalls zahlreiche Momente, die über sich selbst hinausweisen und Szenen, die schon für sich genommen kleine Meisterwerke sind. Besonders gut hat mir gestern die Einleitung des Finales gefallen, in der eine subtile Dissonanz das kommende Unheil ankündigt: Beim Tanz von Tommy und Carrie,  dreht sich einfach alles etwas zu schnell und man ahnt, dass die Figuren nunmehr kurz davor sind, aus der Bahn geschleudert zu werden. Mich hat  das nicht besonders subtile aber dafür umso kraftvollere Ende gerührt, als die verstörte Carrie zu ihrer Mutter zurückkommt, dort aber nicht den erhofften Trost findet, sondern es  zur finalen Auseinandersetzung zwischen den beiden kommt.

Die Geschichte scheint voll und ganz auf das blutige Finale zugeschnitten zu sein. Es ist De Palmas Verdienst, dass er auch den Weg dahin  spannend, bildgewaltig und psychologisch stimmig in Szene setzt, dass „Carrie“ mehr ist als ein einfacher Horror- oder Rachefilm. De Palmas zeigt eindrucksvoll das Leben einer Außenseiterin und analysiert präzise die Mechanismen von Repression und Gewalt. Weil sie von ihren Mitschülerinnen gequält wird, werden diese von ihrer Lehrerin (Betty Buckley) bestraft. Der Hass der Schülerinnen richtet sich allerdings nicht gegen die Lehrerin, sondern natürlich gegen das leichter Opfer, gegen Carrie, die sie dafür noch einmal so richtig büßen lassen wollen. Wie De Palmas diesen Mechanismus filmt, scheint er mir nicht nur für den  im Film gezeigten speziellen Fall zu gelten, sondern generell eine Studie des menschlichen Verhaltens und der Entstehung von Gewalt zu sein. Interessant ist, dass nicht nur das Ende als Resultat der vorausgehenden Ereignisse gesehen werden muss, sondern diese sich wiederum noch über den Anfang der Geschichte hinaus zurückverfolgen lassen würde. So bekommt man eine vage Ahnung, was z.B. Carries Mutter Margaret erlitten haben muss, das sie in den religiösen Wahn getrieben wurde.

„Carrie“ war schon immer einer der King-Romane,  die mich weniger interessiert haben, was seltsam ist – schließlich ist das ein großartiger Stoff und das hätte mit eigentlich beim Lesen auffallen müssen. Aber vielleicht brauchte ich einfach die Bilder von Brian De Palma, um das zu erkennen. Heute, einen Tag nach Sichtung des Films (das Mal davor ist bestimmt 15 Jahre her), kann ich nichts anderes als  überwältigt zu sein, was De Palma aus der Vorlage gemacht hat. Was für ein Film! „Carrie“ ist ohne Wenn und Aber ein Meisterwerk!

Bild © MGM