Tag: Romanze

Ghost (Jerry Zucker, USA 1990)

Posted by 30. Juli 2014

Wie oft ich diesen Film mittlerweile gesehen habe, weiß ich schon gar nicht mehr. Aber an das erste Mal werde ich mich immer erinnern: „Ghost“ gehört zu den wenigen Filmen, die ich als 15-jähiger von meinem Taschengeld nicht einmal, sondern gleich zweimal kurz hintereinander im Kino gesehen habe. Das ist mir auch deswegen so gut in Erinnerung, weil ich ein paar skeptische Freunde mit einiger Anstrengung überredet habe, mich beim zweiten Kinobesuch zu begleiten („Ich verspreche euch, der wird euch gefallen…“), und weil es hinterher etwas Ärger gab („Wir hören nie wieder auf deine Empfehlungen!“). Wahrscheinlich wurde meiner Karriere als Filmkritiker hier der Weg geebnet. Hier zeigte sich erstmals mein missionarischer Eifer Leute von meinem Zeug zu begeistern, zweitens meine Frustrationstoleranz bezüglich ihrer Geringschätzung meiner Tipps und drittens meine Gabe, filmische Meisterwerke zu erkennen. Wie im Falle von „Ghost“. Gestern Abend, 25 Jahre nach Erstsichtung, habe ich ihn mal wieder entzückt angeschaut. Immer noch wahnsinnlich gut. Er ist so toll geschrieben, auf den Punkt inszeniert, und die Besetzung ist ein echter Coup! Und nicht nur mir hat er gefallen. Auch Daniel und Sebastian von unserem kleinen aber feinen Twitterfilmclub, die ihn gestern auch gesehen haben, waren begeistert. Das hätte bestimmt ein lustiges Bild abgeben: drei heulende Kerle, die flennen, weil Molly und Sam sich so lieb haben.

Für Filmstarts habe ich 2007 was zu „Ghost“  geschrieben (klickst du hier!), sehe ich im Prinzip heute alles noch genauso.

Warm Bodies (Jonathan Levine, USA 2013)

Posted by 5. Februar 2013

Fast hätte ich es vor lauter Berlinale-Gedanken vergessen. Ich habe ja Jonathan Levines „Warm Bodies“ gesehen, vor dem ich, wie neulich geschrieben, etwas Angst hatte – nicht, weil ich Zombiefilme so gruselig, sondern weil ich es so erschreckend finde, was in letzter Zeit vermehrt aus ihnen gemacht wird. Die meisten Versuche, die Grenzen des Zombiefilms zu erweitern, gefallen mir nicht. Das liegt oft daran, dass diese Filme oft genau das vermissen lassen, was das Genre im Kern ausmacht aber nichts Gleichwertiges an diese Stelle gesetzt wird. Anders Levines „Warm Bodies“. Dort, wo sonst Traurigkeit, Leere und Hoffnungslosigkeit herrschen (bzw. bei vielen Zomcoms fehlen), befindet sich nun ein zartes Liebesgeschichtchen, das das „Romeo und Julia“-Thema frech umdeutet und sowohl im romanischen als auch im Zombiegenre das Zeug zum Klassiker hat.

Ausführlicher schreibe ich über den Film auf Kinozeit. Und hier unterhalte ich mich mit Patrick und Michael darüber.