The Princess Blade (Shinsuke Sato, Japan 2001)

Posted by – 13. März 2014

the princess blade#MARCHialArts 4

In einer nahen Zukunft. Eine Gruppe von Auftragskillern, die Takemikazuchi, sorgt für die Einhaltung der Gesetze. Yuki (Yumiko Shaku) ist eine von ihnen. Als sie an ihrem 20. Geburtstag erfährt, dass ihre Mutter von Byakurai (Kyûsaku Shimada), dem Boss der Takemikazuchi, umgebracht worden ist, schwört sie Rache. Doch bevor sie die bekommt, muss sie erst einmal vor ihren eigenen Leuten fliehen. Auf der Flucht lernt sie den Rebellen und Attentäter Takashi (Hideaki Itô) kennen, der auf der anderen Seite des Gesetzes steht.

„The Princess Blade“ (OT: Shura Yukihime) von Shinsuke Sato, der auf dem Manga „Shurayuki Hime“ basiert, markiert den Tiefpunkt der bisher unter dem Motto #MARCHialArts geschauten Filme. Die Prämisse, der dystopische Hintergrund und die persönliche Rachegeschichte klingen auf dem Papier gar nicht schlecht, aber im Film funktioniert leider nichts davon. Ich weiß nicht, ob ich einfach zu unaufmerksam war, um gewisse Feinheiten oder die eigentlich recht ansehnlichen Location-Shots von Kameramann Taro Kawazu (im Wald, das Fabrikgelände, am See,..) richtig zu würdigen. Aber auf mich wirkte das alles einfach unglaublich öde, sowohl was die Beziehungen zwischen den Figuren als auch – von ein paar erfreulichen Momente abgesehen – was die Martial-Arts-Szene anbelangt. Hinzu kommt die eigentlich recht simple aber so undurchsichtig erzählte Story, dass mir bis zum Ende weder klar war, dass ich mich in der einer alternativen Gesellschaft der Zukunft befinde, noch dass Yuki und Takashi schon aus politischen Gründen eigentlich Feinde sind, was Takashis Job ist, welche Rolle genau der Tod von Yukis Mutter spielt usw. Worldbuilding: nebulös. Figurenzeichnung: schemenhaft. All das hat bei mir eine maximale Distanz zum Film aufgebaut – eine Kälte in der Rezeption, die schon fast an Teilnahmslosigkeit grenzte. Nicht ausgeschlossen, dass das alles bewusst gewählte Stilmittel sind, dass sich der Zuschauer dem Film so fern fühlen soll, damit er besser versteht, wie es den entfremdeten Figuren geht. Dieses Verständnis hat sich „The Princess Blade“ in meinem Fall aber zu teuer erkauft. Was bleibt ist ein trostloser Film mit einigen visuellen Vorzügen, aber großen erzählerischen Schwächen. Von hinten durch die Brust – am Auge dann aber doch noch einen unhandlichen Schwertgriff breit vorbei.

Bild © Highlight
 

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