The Dark Knight Rises (Christopher Nolan, USA / UK 2012)

Posted by 20. Juli 2012

„Memento“ hat mich damals auf dem Fantasy Filmfest wirklich umgehauen. Einen so originell erzählen und trotzdem derart spannenden Film hatte ich bis dahin noch nicht gesehen. Mit allen weiteren Filmen von Christopher Nolan – „Inception“ mal ausgenommen, den fand ich von Anfang an gut – hatte ich aber immer erst meine Probleme. Nach einigem Nachdenken haben sie mir dann aber stets doch ganz gut gefallen. Ich fürchte, „The Dark Knight Rises“ wird hier eine Ausnahme bilden. Wie ich auch bei Kino-Zeit ausführen durfte, unterscheidet sich der Film gar nicht wesentlich von den beiden Vorgängern. Im Gegensatz zum ersten Teil ist natürlich der Reiz des Neuen verschwunden; und verglichen mit dem zweiten fehlt „The Dark Knight Rises“ eine so starke Figur, wie Heath Ledger sie im Joker verkörperte. Auch wenn die Zutaten im Grunde die gleichen sind, hat mir der Abschluss der Trilogie einfach keine rechte Freude gemacht. Zwar setzt sich Nolan wieder über alle Konventionen hinweg und schüttelt etliche gute Szenen aus dem Ärmel, trotzdem hat bei mir der Frust über die zerfahrene Geschichte und die Geschwätzigkeit der Figuren überwogen. Das soll aber nur als vorläufige Meinung verstanden werden. Auch die anderen Nolans sind mit der Zeit gereift. Bei Nolan sind die Bilder sehr oft Metaphern für die psychischen Dispositionen seiner Helden. Bei Bruce Wayne, seinem Alter Ego Batman und der Stadt Gotham scheint mir dies besonders deutlich zu werden. Unter diesem Aspekt möchte ich mir die drei Teile in absehbarer Zeit gerne noch einmal ansehen.

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