Fantasy Filmfest 2012


Seitdem ich in Berlin wohne, gehört das Fantasy Filmfest (neben Weihnachten, Geburtstag und Urlaub) zu den Höhepunkten meines Jahres. Umso bedauerlicher, dass mir eigentlich fast immer etwas dazwischen kommt. Nicht so in diesem Jahr. Ich habe mir zwar nicht besonders viel angesehen, hatte aber mit den Filmen fast durchweg Glück.

In Anfang in diesem Jahr machte „Game Of Werewolves“ (mehr dazu hier).  Nachdem ich kürzlich soviel Freude an „Howling III: The Marsupials“ und auch „The Undying Monster“ mir Spaß gemacht hat, dachte ich, ich müsste mal mehr Werwolf-Filme guten. Der spanische „Game Of Werewolves“ hat mich ebenfalls nicht enttäuscht. Für mich war der Film sogar nach Neil Marshalls „Dog Soldier“ einer der originellsten und charmantesten Werwolf-Filme der letzten 20 Jahre.

Etwas weniger Freude hatte ich mit dem „Thale“. Wie auch schon im grandiosen „Trollhunter“ steht hier auch ein Stück norwegische Folklore im Zentrum, aber anders als André Øvredal schafft es Aleksander Nordaas meines Erachtens selten, den Zuschauer auch nur ansatzweise ähnlich zu verzaubern.  Eine ausführliche Review von mir findet ihr hier.

„Girls Agains Boys“ habe ich mir ehrlich gesagt nur wegen des Titels angeschaut. Ein Glücksgriff. Vordergründig mag es sich um ein normales „Rape And Revenge“-Movie handeln. Unter der Oberfläche steckt in ihm aber soviel mehr! Ich weiß, das ist schnell behauptet und müsste weiter ausgeführt werden, damit deutlich wird, was ich damit meine und bei Gelegenheit werde ich das vielleicht auch mal tun, z.B. anlässlich des DVD-Starts des Films, der hoffentlich kommen wird.

Mein Highlight des Fantasy Filmfests 2012 war aber „Excision (meine Lobdudelei gibt’s hier). Direkt nach dem Screening dachte ich noch, „Excsion“ wäre gut, aber nicht wirklich toll. Doch je mehr ich über den Film nachgedacht habe, desto mehr ist mir über ihn ein- und an ihm aufgefallen. Der Film tut erst, als wäre er dein Freund. Aber dann! „Excision“ ist eine einzige, blutige Erziehungsmetapher, die sich lange geschickt als schwarze Komödie tarnt, obwohl er doch ein galliges Drama ist.  Und tut richtig weh. In a good way.

Zum Abschluss gab es noch „Cockneys vs. Zombies (meine Rezension auf Kino-Zeit). Falls ich es in diesem Blog noch nicht erwähnt habe: Ich kann lustigen Zombiefilmen nichts abgewinnen. Das liegt schon daran, dass ich sie in der Regel nicht lustig finde. Insofern hatte es der Film Matthias Hoene bei natürlich auch schwer, auch wenn ich zugegeben muss, dass sein Film bestimmt nicht die schlechteste ZomCom ist. Meiner Meinung nach ist das Comedy-Virus ansteckender und ungleich gefährlicher als jede Zombie-Epidemie, es wird irgendwann jedes Genre infizieren und einen qualvollen Tod sterben lassen. Der Zombie-Film ist auf dem besten Weg dahin.

Bild © Rosebud Entertainment
 

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