La Fée (Dominique Abel, Fiona Gordon und Bruno Romy, Frankreich 2010


Ich weiß nicht, ob ihr es wisst, aber ich beschäftige mich ja beruflich mit Wünschen. Auch wenn er ansonsten nicht zu meinen bevorzugten Genres gehört, ist „La Fée“ von Dominique Abel, Fiona Gordon und Bruno Romy zumindest in dieser Hinsicht interessant.

Denn Dom (Dominique Abel), arbeitet als Nachtwächter in einem kleinen Hotel in Havre. Und man kann nicht behaupten – soviel wird schon in den ersten Minuten des Films deutlich – dass der Mann besonders vom Glück verfolgt wäre. Wahrscheinlich will er auch deswegen nicht so recht glauben, dass die Frau namens Fiona (Fiona Gordon), die eines Tages vor ihm steht, tatsächlich, wie sie behauptet, eine Fee ist. Doch als die ersten beiden Wünschen in Erfüllung gehen (ein Roller und lebenslang kostenlos Benzin) glaub er’s dann doch. Aber noch ehe sich der Nachtportier über seinen dritten Wunsch im klaren wird, merkt er, wie sehr er sich zu Fiona hingezogen fühlt.

In „La Fée“ wird deutlich: So leicht ist das mit dem Wünschen gar nicht. Auch wenn mir der sehr slapstickhafte, mitunter auch an Improvisationstheater erinnernde Film ansonsten nicht so sehr lag, hat mich zumindest dieser Aspekt interessiert. Warum hat Dom solche Probleme, sich für seinen dritten Wunsch zu entscheiden? Das viel mir dann wirklich erst kurz vorm Ende wie Schuppen von den Augen: Dom kann sich deswegen nicht für seinen dritten Wunsch entscheiden kann, wer er – zusammen mit Fiona – bereits wunschlos glücklich ist. Schöne Sache.

Bild © Pandastorm Pictures
 

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