Tag: Famke Janssen

Taken 3 (Olivier Megaton, Frankreich 2014)

Posted by 5. Januar 2015

Schon zweimal musste der Ex-CIA-Agent und Familienvater Bryan Mills (Liam Neeson) seine Familie aus den Fängen fieser Ausländer befreien. Doch diesmal scheitert er und das nicht nur, weil er nicht verhindern kann, dass seine Ex-Frau (Famke Janssen) umgebracht wird. „Taken 3“ misslingt in so vieler Hinsicht – die Actionszenen, zusammenhangslose Fetzen Bild, die wie falsch zusammengeklebtes Daumenkino wirken, sind da nur eines von vielen Beispielen –, dass es sich lohnt, dazu einen etwas längeren Text zu schreiben. Das habe ich für Kino-Zeit.de getan.

X-Men 2 (Bryan Singer, USA 2003)

Posted by 17. Februar 2013

X-Men_ Complete CollectionDie Berlinale – das waren für mich fast 35, teilweise nicht ganz leicht verdauliche Stücke Kinokost. Da brauche ich jetzt erst einmal ein, zwei etwas bekömmlichere Filmchen, um mich sanft zu entwöhnen und behutsam wieder runterzukommen.

Die Wahl fällt auf „X-Men 2“. Die ersten beiden Teile der Reihe gehören meiner Meinung nach zu den besten Superhelden-Filmen überhaupt. In meiner Erinnerung war der zweite Teil sogar noch etwas besser als der erste. Seit der letzten Sichtung sind allerdings schon ein paar Jahre ins Land gegangen und heute muss ich diese Einschätzung etwas relativieren.

Nach den Ereignissen im ersten Teil sitzt Erik Lensherr alias Magneto (Ian McKellen) im Hochsicherheitsgefängnis. Trotzdem ist die Gefahr eines Krieges zwischen Menschen und Mutanten  noch immer nicht gebannt. Denn der hassgetriebene General Stryker (Brian Cox) schafft es, die Maschine Cerebro an sich zu bringen und den Philanthropen Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) so zu manipulieren, dass dieser bereit ist, alle Mutanten mit Hilfe der Maschine auszulöschen. Seine Schüler, die X-Men, müssen sich mit Magneto zusammentun, um den Genozid zu verhindern.

Was ich an Singers „X-Men“-Umsetzung sehr mag: Wie verletzlich seine Helden wirken. Ihre „Superkräfte“ sind meist eher Fluch als Segen. In dieser Hinsicht kann Singers Filmen  bestenfalls Ang Lees „Hulk“ das Wasser reichen.

Leider musste ich gerade feststellen, dass der zweite Teil die Ausformulierung dieses Themas nicht besonders konsequent weiterverfolgt. Zwar gibt es immer wieder Figuren wie Strykers Sohn Jason (Michael Reid MacKay) oder  Kurt Wagner alias Nightcrawler (Alan Cumming), in denen die Idee lebt, aber insgesamt setzt Singer in „X-Men 2“ mehr auf Action und eine flotte Story. Das ist ja auch an sich nicht verkehrt. Zumal wieder die Chemie zwischen den Figuren wie auch die Produktionswerte stimmen und der Film vor visuellen Einfällen gerade nur so überschäumt. Insofern ist das schon ein wirklich toller Film. Trotzdem: Ein ganz klein bisschen enttäuscht war ich beim diesmaligen Schauen doch. Irgendwie scheint sich mir hier schon der Abwärtstrend des „X-Men“-Franchise anzudeuten.

Oder bin ich einfach noch im Berlinale-Modus und muss mich erst wieder an „normale“ Filme gewöhnen?

Bild © Twentieth Century Fox
 

Lord Of Illusions (Clive Barker, USA 1995)


Lord Of IllusionsAlle paar Jahre wieder schaue ich „Lord Of Illusions“ – und jedes Mal bin erneut überrascht, wie stark dieser, gemeinhin als Clive Barkers schwächste Arbeit angesehener Film immerhin noch ist. Hier nur ganz kurz ein paar Worte, auf Filmstarts.de gibt es von mir eine ausführliche Kritik zu dem Film.

Der Film handelt von Privatdetektiv Harry D’Amour (Scott Bakula), der in Los Angeles eigentlich einen Fall von Versicherungsbetrug aufklären soll. Doch es kommt anders: Dorothea Swann (Famke Janssen) engagiert den Detektiv, um ihren Mann, den berühmten Bühnenmagier Philip Swann, zu beschatten. Als Swann kurz darauf bei einer Show stirbt, führen D’Amour Nachforschungen ihn zu einer Gruppe Kultisten und deren Anführer Nix (Daniel von Bargen) und damit in eine Welt voll Habgier, Hass und echter Magie…

Barkers Filme handeln von einer Sehnsucht, dass es hinter der sichtbaren Welt noch eine andere gibt. Interessant an „Lord Of Illusions“ finde ich, dass er im Gegensatz zu „Hellraiser“ und „Cabal“ auf Romantisierung dieser anderen Welt völlig verzichtet. Es ist ein schmutziger, ein trostloser Film, dessen zahlreiche Qualitäten im Vergleich mit den anderen beiden Filmen etwas versteckt liegen. Die persönlichen Dramen um Philip Swann und seine Beziehung zu Nix, die Geschichte der Kultisten spielen sich abseits der Leinwand ab, können aber erahnt werden. Außerdem hat der Film unglaublich starke (Neben-)Figuren, über die man jeweils einen eigenen Film drehen könnte. (Btw: Ich wünsche mir eine Serie um Geisterjäger Harry D’Amour.)

Die Kritik auf Filmstarts ist schon etwas älter, doch im Großen und Ganzen bin ich immer noch der gleichen Meinung.  Eine Aussage möchte ich allerdings revidieren.  Ich schreibe, dass Barker ein „dichter, atmosphärischer Horror-Film-Noir“ gelungen sei, „der, wenn auch im Großen und Ganzen etwas vorhersehbar, positiv aus dem Genre heraussticht.“ Vorhersehbar? Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin. Heute finde ich den Film alles andere als vorhersehbar. Im Gegenteil. „Lord Of Illusions“ ist ein sehr spannender, atmosphärischer Horror-Film-Noir, der viele kleine und größere Überraschungen enthält und den ich hiermit allen Fans des Fantastischen Films – vor allem denen, die ihn noch nicht kennen! – dringend ans Herz legen möchte.

Bild © MGM