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Grabbers (Jon Wright, UK / Irland 2012)


GrabbersAlkohol löst keine Probleme, heißt es ja so schön. Dass dieser Ausspruch völliger Quatsch ist, beweist Jon Wrights Sci-Fi-Horror-Filmchen „Grabbers“. Dort rettet Alkohol Leben, ja – vielleicht den ganzen Planeten!

In dem irischen Fischerdörfchen Erin Island geht es in der Regel sehr ruhig zu. Das ändert sich als sich Außerirdische den heimischen Strand als Nistplatz für ihre Eier aussuchen. Außerdem sind die an Kraken erinnernden Monster einem Schlückchen Menschenblut nicht abgeneigt. Dorfpolizist O’Shea (Richard Coyle) und seine neue Kollegin, die Polizistin Lisa (Ruth Bradley), finden durch Zufall die Schwachstelle der Wesen: Alkohol. Um die nächste Nacht zu überstehen und sich vor den Invasoren zu schützen, verbarrikadieren sich die Dorfbewohner im Pub – und feiern was das Zeug hält. So eine Party hat Erin Island noch nicht gesehen.

Auf dem letzten Fantasy Filmfest entwickelte er sich schnell zum Publikumsliebling. Und auch die Rezensionen zum Film fielen überwiegend positiv aus. So ganz kann ich das nicht nachvollziehen. Sicher, die „Sauf um dein Leben“-Idee ist ganz witzig und die Figuren des Films sind sehr charmant geschrieben. Aber irgendwie hätte man aus den Zutaten viel mehr machen können. Für meinen Geschmack hätten die Grabbers z.B. ruhig etwas mehr grabbeln dürfen.

„Grabbers“ ist anspruchslos-nette Unterhaltung für zwischendurch und selbst ein wenig wie ein Kneipenabend: Währenddessen ist er ganz nett. Doch am nächsten Tag setzt die Ernüchterung ein und man fühlt sich irgendwie betrogen.

Bild © Ascot Elite