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Final Destination 3 (James Wong, USA 2006)

Posted by 29. August 2014

final destination 3Anscheinend  hat mich die Todessehnsucht doch wieder überkommen. Denn trotz der angekündigten  „Final Destination“-Pause hab ich mir jetzt doch den dritten Teil angesehen. Schlecht ist auch der nicht. An seinen großen Wurf aus dem Jahr 2000 reicht James Wong, der wieder auf dem Regiestuhl Platz genommen hat, trotzdem nicht heran.

Auch im dritten Teil dreht sich das Todeskarussell weiter, diesmal ganz wörtlich, denn der Film beginnt auf einem Jahrmarkt. Dort wollen eine Gruppe Teens Achterbahn fahren, doch als Wendy (Mary Elizabeth Winstead) eine Vision von einem Unfall hat und durchdreht, werden sie und ein paar ihrer Freunde von Sicherheitsleuten aus der Achterbahn entfernt. Zum Glück, wie ich herausstellt. Denn der Unfall, den Wendy vorausgesehen hat, passiert wirklich. Ob wirklich Glück? Das ist hier die Frage, denn der Tod lässt sich nicht so leicht austricksen.

Was folgt ist das altbekannte Muster. Die Überlebenden sterben – und das auf grausam skurrile Weise. Mir angetan hat es besonders das besonders fiese Ableben zweier Tussen im Solarium („Dude, are we like the only cool people that come here or what?“), die, auch wenn das jetzt gar nicht so klingt, mir die liebsten Figuren im Film waren. Schade, dass sie gleich die ersten sind, die dran glauben müssen. Aber auch die anderen Figuren des Films haben mir eigentlich ganz gut gefallen. „The people in this movie are some of the stupidest people in the history of movies“, findet Richard Roeper von der  Chicago Sun-Times. Ich hab sie zumindest als die witzigsten der „Final Desitnation“-Reihe empfunden. Es gibt so viele schöne kleine Gags in den Dialogen zwischen ihnen, aber auch mal echtes Gefühl, z.B. bei der kurzen Umarmung zwischen Wendy und Kevin (Ryan Merriman). Das hat mir fast mehr Spaß gemacht als das handelsübliche Gemetzel (welches einfallsreich und brutal wie nie  auch nicht ohne ist).

Das Problem, dass nach Teil eins eigentlich alles erzählt war, macht die zweite Fortsetzung zur Tugend: Hier wird gar nicht erst versucht, eine Geschichte zu erzählen. Im dritten Teil hat das Sterben  eine neue, abstrakte Dimension erreicht.

Persönliches Fazit: Wenn der Teufel ein Eichhörnchen ist, dann ist der Tod eine Tube Mayonnaise.

Bild © Warner Home Video