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Final Destination 5 (Steven Quale, USA 2011)

Posted by 9. August 2014

final destination 5So, jetzt habe ich auch den fünften Teil gesehen und muss eingestehen, viel mehr als hier und hier geschehen, kann ich zu der Final-Destination-Reihe nicht mehr sagen. Dazu sind sich die Filme zu ähnlich. Deswegen fasse ich mich kurz: In „Final Destination 5“ von Steven Quale schließt sich der Kreis des Todes: Nachdem ein paar junge Leute einem Brückenunglück nur knapp entkommen sind, holt sich der Sensemann dennoch einen nach dem anderen in gewohnt einfallsreicher Manier: Ob bei der chinesischen Massage, in der Sporthalle oder  beim Augenarzt – niemand ist sicher. Am Ende sitzen nur die beiden glücklichen Überlebenden in einem Flugzeug auf den Weg nach Paris. Leider ist es das Flugzeug, dass am Anfang des ersten Teils abstürzt.

„Final Destination 5“ ist im Wesentlichen so, wie die anderen Teile, Innovationen sucht man vergebens, doch hat er mir zumindest – verglichen mit dem zweiten Teil – wieder etwas besser gefallen. Die Tode sind einfallsreich und eklig, wenn man wie ich nicht gerade Fan von Augenoperationen ist, fällt es bei einer Szene schon schwer, die ganze Zeit hinzugucken. Auch der Score von Brian Tyler hat außergewöhnlich gut gefallen, er hat zu einer irgendwie entspannten Atmosphäre beigetragen, die dem Film gut zu Gesicht steht. Es ist schon interessant, wie es die Reihe geschafft hat, sich von allem Genre-Ballast zu befreien und sich ganz auf das Sterben zu konzentrieren. Trotzdem komme ich nicht umhin noch einmal zu beanstanden: Das ist alles nichts Neues, das ist genau das, was Teil eins auch schon und zwar wesentlich besser getan hat, nämlich originelle, schwarzhumorige „Unfälle“ aneinanderzureihen.

Allerdings hat sich meine Enttäuschung, die ich nach dem zweiten Teil empfunden habe, mittlerweile wieder relativiert: Vielleicht liegt der Reiz der Reihe, denke ich gerade, eben in der Eintönigkeit, mit der der Mensch in sisypho’esken Manier fortwährend scheitert. Eben noch glaubst du, dem Tod von der Schippe gesprungen zu sein, doch dann, Zack, fällt dir eine  Buddha-Statue auf den Kopf. Zeigt sich nicht gerade in den zufälligen, schicksalhaften Ereignissen, dem Hoffnungschöpfen gefolgt von der finalen Gewissheit, dass alles, was man zu wissen glaubte, nicht mehr wert ist, als ein Hauch Verwesung, eine tiefe, existenzialistische Wahrheit? Zuerst fand ich ja das ganze Gerede über Pläne des Todes, das sich zum Schluss als fataler Irrtum herausstellt, ziemlich doof. Ich fühlte mich getäuscht. Doch mittlerweile denke ich – das muss so. Der Tod hält sich eben an keine Regel, außer an die, dass jeder sterben muss, wenn er an der Reihe ist.

Apropos an der Reihe: Teil 3 und 4 sind noch nicht an der Reihe. Ich brauche eine kleine „Final Destination“-Pause.

Bild © Warner Home Video